Kuhle, die

Alternative Schreibung Kule
Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kuhle · Nominativ Plural: Kuhlen
Worttrennung Kuh-le ● Ku-le (computergeneriert)
eWDG

Bedeutung

(kleinere) grubenartige Vertiefung
Beispiele:
eine tiefe, große, kleine, flache Kuhle
sumpfige, verschlammte Kuhlen auf den Wiesen
in den Kuhlen steht noch das Wasser vom letzten Regen
das Kaninchen scharrt sich [Dativ] eine Kuhle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kuhle f. ‘(Boden)vertiefung, Grube, Loch’, ein nd. Wort, mnd. kūle ‘runder, knotenförmiger oder verdickter Gegenstand’, auch ‘Vertiefung, Grube’. Es wird im 19. Jh. ins Hd. übernommen und verdrängt hier ein auf mhd. (md.) kūle ‘Grube, Loch’ zurückgehendes nhd. Kaule (s. Kaulbarsch). Mhd. mnd. kūle gehört als Bildung mit l-Suffix (wie das eine andere Ablautstufe voraussetzende Keule, s. d.) zur Wurzel ie. *geu-, *gū- ‘biegen, krümmen, wölben’ (s. auch kauern, Koben, Kogge, Kugel).

kühl · Kühle · kühlen · abkühlen · Abkühlung · unterkühlen · Unterkühlung · verkühlen · Kühler
kühl Adj. ‘frisch, mäßig kalt’, ahd. kuoli (9. Jh.), mhd. küel(e), mnd. kȫl (aus *kōlja-), mnl. coel, nl. koel, aengl. cōl, engl. cool (aus *kōlu-) stehen ablautend zu dem unter kalt (s. d.) behandelten Adjektiv. Kühle f. ahd. kuolī (9. Jh.), mhd. küele. kühlen Vb. ‘kühl machen’, ahd. kuolen ‘abkühlen’ (9. Jh.; vgl. gikuolen, um 800), kuolēn ‘erkalten, kalt werden’ (11. Jh.; vgl. gikuolēn, 10. Jh., irkuolēn, 9./10. Jh.), mhd. küelen ‘kühl machen’, kuolen ‘kühl werden, sein’. abkühlen Vb. ‘kühl machen, werden’ (15. Jh.); Abkühlung f. (16. Jh.). unterkühlen Vb. ‘die Temperatur unter einen Normalwert senken’ und Unterkühlung f. (2. Hälfte 19. Jh.). verkühlen Vb. reflexiv ‘sich erkälten’ (2. Hälfte 19. Jh.), zuvor ‘kühl werden, machen’ (16. Jh.). Kühler m. ‘Vorrichtung zum Kühlen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Grube · Loch · Mulde · Nische · Senke · Senkung · Vertiefung  ●  Kuhle  fachspr., Jägersprache
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Kuhle‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›Kuhle‹ und ›Kule‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kuhle‹, ›Kule‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine halbe Stunde lang graben sich alle vier Räder behagliche Kuhlen, wir sinken immer tiefer. [Die Zeit, 28.09.2009, Nr. 39]
Manchmal konnte man von einer Kuhle nicht in die nächste sehen, so tief waren sie geschaufelt. [Die Welt, 02.06.2001]
Irgendwann hockte sie mal wieder in einer Kuhle und hatte eine ultimative Idee. [Süddeutsche Zeitung, 16.10.2004]
Rund 250 Meter lang, etwa 35 Meter breit und an der tiefsten Stelle 60 Meter tief ist die Kuhle, die dafür ausgehoben wurde. [Süddeutsche Zeitung, 08.12.1994]
Durch den andauernden Regen hat sich nämlich ein bräunlicher See in der Kuhle des Landeplatzes gebildet. [Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 255]
Zitationshilfe
„Kuhle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kuhle>.

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