Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kulturbarbarei, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kulturbarbarei · Nominativ Plural: Kulturbarbareien
Aussprache 
Worttrennung Kul-tur-bar-ba-rei
Wortzerlegung Kultur Barbarei
eWDG und DWDS

Bedeutung

abwertend barbarischer Umgang mit Kulturgütern; Kulturlosigkeit
Beispiele:
Nur das Kino hätten sie nicht abreißen dürfen, das war eine Kulturbarbarei. [Die Welt, 22.06.2016]
Dass Walter Ulbricht, Generalsekretär des Zentralkomittees der SED, im Sommer 1950 die Sprengung des feudalen Prachtbaus befahl, mag uns heute als Akt der Kulturbarbarei erscheinen, brutal wie jüngst die Zerstörung von Altertümern im Irak und in Syrien. [Welt am Sonntag, 07.06.2015, Nr. 23]
Also in Rostock darf man die Kulturpolitik nicht mit den Kulturbarbareien des IS [Islamischen Staats] vergleichen. [pomlit, 04.04.2015, aufgerufen am 15.03.2017]
Es grenze an Kulturbarbarei, wenn z. B. ein Fachbuch aus den 80er Jahren über DDR‑Medizintechnik nicht mehr verfügbar wäre. [Basedow1764’s Weblog, 29.06.2009, aufgerufen am 14.02.2017]
Die einmal entfesselte Kulturbarbarei[,] wenn ihr nicht Einhalt geboten wird, kennt, wie wir wissen, keine Grenzen. [Neues Deutschland, 31.10.1947]

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Zitationshilfe
„Kulturbarbarei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kulturbarbarei>.

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