Kumt, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kumt(e)s · Nominativ Plural: Kumte
Wortbildung  mit ›Kumt‹ als Erstglied: ↗Kumtgeschirr
eWDG

Bedeutung

einem Rahmen ähnlicher, gepolsterter Teil des Geschirrs, der dem Zugtier um den Hals gelegt wird
Beispiele:
dem Pferd das Kumt umhängen, anlegen
das Pferd, die Kuh geht im Kumt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kummet · Kumt
Kummet Kumt n. ‘um den Hals liegender gepolsterter Bügel des Geschirrs der Zugtiere’, frühnhd. kommat, kommet, kummet gehört sicherlich zu gleichbed. slaw. *chomǫtъ, für das trotz zahlreicher Bemühungen keine gesicherten Anknüpfungen vorliegen (vgl. Vasmer 3, 259). Es bleibt jedoch schwierig, die slaw. Einzelsprache zu bestimmen, aus der das vor allem im Nd. und Omd. (gegenüber westd. und obd. Hamen) herrschende Wort stammen könnte. Trotz der sehr frühen und weiten Verbreitung erscheint eine Entlehnung aus sorb. chomot am sinnvollsten, da die lautliche Herleitung keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Die Formen mit -u- beginnen sich seit dem 15. Jh. durchzusetzen.

Verwendungsbeispiel für ›Kumt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Schlitten kippte um, das Kumt schnürte dem Pferd die Kehle zu.
Die Zeit, 18.02.1985, Nr. 07
Zitationshilfe
„Kumt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kumt>, abgerufen am 12.04.2021.

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