Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kunde, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kunden · Nominativ Plural: Kunden
Aussprache  [ˈkʊndə]
Worttrennung Kun-de
eWDG

Bedeutungen

1.
jmd., der in einem Geschäft (häufig oder regelmäßig) etw. kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt
Beispiele:
ein guter, alter, treuer, langjähriger, fester, zahlungskräftiger Kunde
umgangssprachlichein fauler Kunde (= ein nicht zahlungskräftiger K.)
die Kunden nach ihren Wünschen fragen, (gut, schnell) bedienen, zufriedenstellen
einen Kunden vertrösten, verärgern
Kunden anlocken, abfangen, (neue) Kunden werben
der Vertreter besucht seine Kunden
das Schaufenster zog eine Menge Kunden an
einem Kunden Waren anbieten, vorlegen, eine Ware zurücklegen, aufheben
die Kunden eines Friseurs, des Schneiders
Dienst am Kunden (= kleine, unentgeltliche Gefälligkeit des Geschäftsmannes gegenüber dem Kunden)
mit einem Kunden sprechen, verhandeln
einen festen Stamm, Kreis von Kunden haben
er gehört zu meinen besten Kunden
Kunden sind zur Konkurrenz abgewandert
hier, in diesem Geschäft ist der Kunde König (= hier richtet sich alles nach den Wünschen des Kunden)
Spaniens berühmte Kupplerin … die sogar Bischöfe zu ihren Kunden macht [ FrischDon JuanI]
2.
umgangssprachlich, abwertend (unangenehme) Person, Kerl
Beispiele:
ein schlauer, übler, listiger, gerissener, frecher, gefährlicher, windiger Kunde
so ein Kunde!
spöttischein netter, schöner Kunde
wer hätte es diesem alten Kunden zugetraut [ KretzerTimpe337]
veraltet Landstreicher, wandernder Handwerksbursche
Beispiel:
Ohne Papiere rennt der dümmste deutsche Kunde nicht mehr durch die Welt! [ LöscherAlles Getrennte142]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kund · Kunde · Kunde · Kundschaft · Kundschafter · kundschaften · auskundschaften · künden · kundig · kündigen · Kündigung
kund Adj. ‘bekannt, offenbar’, ahd. kund (8. Jh.), mhd. mnd. kunt, asächs. kūð, aengl. cūþ, anord. kunnr, kuðr, got. kunþs (germ. *kunþa-) gehört als Partizipialbildung zu dem unter können (s. d.) dargestellten Verb. Auf Grund vornehmlich prädikativer Verwendung wird kund in jüngerer Sprache vielfach erstes Kompositionsglied in Verbindung mit bestimmten Verben, vgl. kundtun (ahd. kund tuon, mhd. kunt tuon), kundmachen (mhd. kunt machen), kundwerden (mhd. kunt werden), kundgeben (18. Jh.), wozu Kundgebung ‘Bekanntmachung’ (um 1850), ‘Demonstration’ (um 1870). Kunde f. ‘Nachricht, Botschaft, Verlautbarung, Kenntnis, Lehre’, ahd. -kundī (in anakundī ‘Anklage’, um 800, unkundī ‘Unbekanntes, Fremdes’, um 1000), mhd. künde, kunde ‘Kenntnis, Bekanntschaft, Zeichen, Beweis, Mitteilung, Ort, wo man bekannt ist’, mnd. künde. Im Sinne von ‘Kenntnisse, wissenschaftliche Lehre’ in Zusammensetzungen, vgl. Geschichts-, Natur-, Weltkunde (Ende 17. Jh.), Erd-, Heilkunde (18. Jh.), Altertumskunde (19. Jh.). Kunde m. ‘wer (regelmäßig) ein Geschäftsangebot wahrnimmt, einen Laden, Dienstleistungsbetrieb (wiederholt) in Anspruch nimmt, Klient’ (16. Jh.), ahd. kundo ‘Verkünder, Zeuge’, (8. Jh.), ‘Bekannter’ (9. Jh.), mhd. kunde ‘wer bekannt ist, der Einheimische’; seit dem 16. Jh. im oben genannten kommerziellen Bereich für älteres kuntmann (15. Jh.). Kundschaft f. ‘Käuferkreis, Gesamtheit der Kunden’ (18. Jh.), älter ‘Bekanntschaft, Brüderschaft, Gemeinschaft, Freundschaftsbeziehung’ (16. Jh.), mhd. kuntschaft ‘Kenntnis, Nachricht, Auskundschaftung, Bekanntschaft’. Kundschafter m. ‘Nachrichtenermittler, Spion’ (15. Jh.), mhd. kuntschafter ‘auskunftgebende Person, Zeuge’. kundschaften Vb. ‘Nachrichten ermitteln, spionieren’ (15. Jh.). auskundschaften Vb. ‘erforschen, in Erfahrung bringen, ausspionieren’ (16. Jh.). künden Vb. ‘ansagen, kundtun’, ahd. kunden ‘verkünden, bekanntmachen, bezeugen’ (8. Jh.), daneben kundōn ‘verkünden, bekanntmachen’ (um 1000; vgl. anakundōn ‘brandmarken’, urkundōn ‘zeigen’, 9. Jh.), mhd. künden, kunden ‘kundmachen, bekanntmachen, anzeigen’. kundig Adj. ‘informiert, kenntnisreich’, meist auf einem bestimmten Gebiet (präzisierend sachkundig, ortskundig, sprachkundig), ahd. kundīg (Hs. 13. Jh.), unkundīg (Hs. 12. Jh.), mhd. kündec, kündic ‘bekannt, kund, klug, geschickt, stolz, anmaßend’. kündigen Vb. ‘aufsagen, den Rücktritt von einem Vertrag, einer Abmachung amtlich mitteilen’, mhd. kündigen ‘mitteilen, kündigen’; dafür auch aufkündigen (17. Jh.). Kündigung f. ‘Erklärung des Rücktritts von einem Vertrag, einem Dienstverhältnis’ (18. Jh.), älter ‘Nachricht, Kunde’ (15. Jh.), mnd. kündiginge ‘Bekanntmachung, Verkündung, Anfkündung’; vgl. mhd. kündunge ‘Verkündigung, Kunde’.

Typische Verbindungen zu ›Kunde‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kunde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kunde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denjenigen, die das schreiben, ist offensichtlich die Idee fremd, sich am Kunden zu orientieren. [Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 233]
In den meisten Fällen konnte ich mich nicht von dem Buch trennen, und der Kunde verließ verärgert den Laden. [Neue Rundschau, 1971, Nr. 3, Bd. 82]
Die Kunden mußten geradezu darum bitten, etwas verkauft zu bekommen. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 151]
Mit ihrer ruhigen Wirkung vermögen sie nicht den Kunden zu locken. [Schulze, Friedrich: Der Deutsche Buchhandel und die geistigen Strömungen der letzten hundert Jahre. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 8786]
Wir wussten zwar, dass er seit Jahren schwer krank war, dennoch traf uns die Kunde von seinem Tode an jenem Morgen völlig unerwartet. [o. A.: Trauerfeier im Berliner Reichstag für den am 3. Oktober 1929 verstorbenen Reichsaußenminister Gustav Stresemann, 06.10.1929]
Zitationshilfe
„Kunde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kunde#1>.

Weitere Informationen …

Kunde, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kunde · Nominativ Plural: Kunden · wird meist im Singular verwendet
Aussprache  [ˈkʊndə]
Worttrennung Kun-de
Wortbildung  mit ›Kunde‹ als Erstglied: kundig  ·  mit ›Kunde‹ als Letztglied: Unkunde  ·  mit ›Kunde‹ als Grundform: -kunde
eWDG

Bedeutung

gehoben Nachricht
Beispiele:
gute, schlimme, traurige, sichere, zuverlässige, spärliche Kunde von jmdm., etw. haben, bekommen
er hatte frohe Kunde für mich
sie brachte schlechte Kunde
eine Kunde verbreiten, vernehmen
jmdm. Kunde von etw., jmdm. geben
die Kunde von seinem Tod hatte sich nicht bestätigt, verbreitete sich mit Windeseile
eine Kunde dringt zu jmdm., an einen Ort
mächtige Halden geben Kunde (= Kenntnis) vom ausgedehnten Bergbau
altertümelndes geht die Kunde (= man sagt), dass …
Noch fehlt uns Kunde, was in Unterwalden / Und Schwyz geschehen [ SchillerTellV 1]
Seine Haltung wie sein Wort geben Kunde von unerschütterlichem Glauben an eine politische Idee [ Th. Mann12,45]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kund · Kunde · Kunde · Kundschaft · Kundschafter · kundschaften · auskundschaften · künden · kundig · kündigen · Kündigung
kund Adj. ‘bekannt, offenbar’, ahd. kund (8. Jh.), mhd. mnd. kunt, asächs. kūð, aengl. cūþ, anord. kunnr, kuðr, got. kunþs (germ. *kunþa-) gehört als Partizipialbildung zu dem unter können (s. d.) dargestellten Verb. Auf Grund vornehmlich prädikativer Verwendung wird kund in jüngerer Sprache vielfach erstes Kompositionsglied in Verbindung mit bestimmten Verben, vgl. kundtun (ahd. kund tuon, mhd. kunt tuon), kundmachen (mhd. kunt machen), kundwerden (mhd. kunt werden), kundgeben (18. Jh.), wozu Kundgebung ‘Bekanntmachung’ (um 1850), ‘Demonstration’ (um 1870). Kunde f. ‘Nachricht, Botschaft, Verlautbarung, Kenntnis, Lehre’, ahd. -kundī (in anakundī ‘Anklage’, um 800, unkundī ‘Unbekanntes, Fremdes’, um 1000), mhd. künde, kunde ‘Kenntnis, Bekanntschaft, Zeichen, Beweis, Mitteilung, Ort, wo man bekannt ist’, mnd. künde. Im Sinne von ‘Kenntnisse, wissenschaftliche Lehre’ in Zusammensetzungen, vgl. Geschichts-, Natur-, Weltkunde (Ende 17. Jh.), Erd-, Heilkunde (18. Jh.), Altertumskunde (19. Jh.). Kunde m. ‘wer (regelmäßig) ein Geschäftsangebot wahrnimmt, einen Laden, Dienstleistungsbetrieb (wiederholt) in Anspruch nimmt, Klient’ (16. Jh.), ahd. kundo ‘Verkünder, Zeuge’, (8. Jh.), ‘Bekannter’ (9. Jh.), mhd. kunde ‘wer bekannt ist, der Einheimische’; seit dem 16. Jh. im oben genannten kommerziellen Bereich für älteres kuntmann (15. Jh.). Kundschaft f. ‘Käuferkreis, Gesamtheit der Kunden’ (18. Jh.), älter ‘Bekanntschaft, Brüderschaft, Gemeinschaft, Freundschaftsbeziehung’ (16. Jh.), mhd. kuntschaft ‘Kenntnis, Nachricht, Auskundschaftung, Bekanntschaft’. Kundschafter m. ‘Nachrichtenermittler, Spion’ (15. Jh.), mhd. kuntschafter ‘auskunftgebende Person, Zeuge’. kundschaften Vb. ‘Nachrichten ermitteln, spionieren’ (15. Jh.). auskundschaften Vb. ‘erforschen, in Erfahrung bringen, ausspionieren’ (16. Jh.). künden Vb. ‘ansagen, kundtun’, ahd. kunden ‘verkünden, bekanntmachen, bezeugen’ (8. Jh.), daneben kundōn ‘verkünden, bekanntmachen’ (um 1000; vgl. anakundōn ‘brandmarken’, urkundōn ‘zeigen’, 9. Jh.), mhd. künden, kunden ‘kundmachen, bekanntmachen, anzeigen’. kundig Adj. ‘informiert, kenntnisreich’, meist auf einem bestimmten Gebiet (präzisierend sachkundig, ortskundig, sprachkundig), ahd. kundīg (Hs. 13. Jh.), unkundīg (Hs. 12. Jh.), mhd. kündec, kündic ‘bekannt, kund, klug, geschickt, stolz, anmaßend’. kündigen Vb. ‘aufsagen, den Rücktritt von einem Vertrag, einer Abmachung amtlich mitteilen’, mhd. kündigen ‘mitteilen, kündigen’; dafür auch aufkündigen (17. Jh.). Kündigung f. ‘Erklärung des Rücktritts von einem Vertrag, einem Dienstverhältnis’ (18. Jh.), älter ‘Nachricht, Kunde’ (15. Jh.), mnd. kündiginge ‘Bekanntmachung, Verkündung, Anfkündung’; vgl. mhd. kündunge ‘Verkündigung, Kunde’.

Typische Verbindungen zu ›Kunde‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kunde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kunde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kunde von des "Generals" neuem Auto drang in alle Betten. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 383]
Wann ist der Artikel von größtem Nutzen für den Kunden? [Reklame-Praxis, 1928, Nr. 6, Bd. 4]
Wir wussten zwar, dass er seit Jahren schwer krank war, dennoch traf uns die Kunde von seinem Tode an jenem Morgen völlig unerwartet. [o. A.: Trauerfeier im Berliner Reichstag für den am 3. Oktober 1929 verstorbenen Reichsaußenminister Gustav Stresemann, 06.10.1929]
Hier erreichte ihn die Kunde vom Tode J. S. Bachs. [Tittel, Karl: Krebs (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 43151]
Das heißt, der Kampf um den Kunden wird wahrscheinlich noch härter? [Der Spiegel, 29.05.2000]
Zitationshilfe
„Kunde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kunde#2>.

Weitere Informationen …

Kunde, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kunde · Nominativ Plural: Kunden · wird meist im Singular verwendet
Aussprache  [ˈkʊndə]
Worttrennung Kun-de
eWDG

Bedeutung

österreichisch Kundschaft, Kundenkreis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kund · Kunde · Kunde · Kundschaft · Kundschafter · kundschaften · auskundschaften · künden · kundig · kündigen · Kündigung
kund Adj. ‘bekannt, offenbar’, ahd. kund (8. Jh.), mhd. mnd. kunt, asächs. kūð, aengl. cūþ, anord. kunnr, kuðr, got. kunþs (germ. *kunþa-) gehört als Partizipialbildung zu dem unter können (s. d.) dargestellten Verb. Auf Grund vornehmlich prädikativer Verwendung wird kund in jüngerer Sprache vielfach erstes Kompositionsglied in Verbindung mit bestimmten Verben, vgl. kundtun (ahd. kund tuon, mhd. kunt tuon), kundmachen (mhd. kunt machen), kundwerden (mhd. kunt werden), kundgeben (18. Jh.), wozu Kundgebung ‘Bekanntmachung’ (um 1850), ‘Demonstration’ (um 1870). Kunde f. ‘Nachricht, Botschaft, Verlautbarung, Kenntnis, Lehre’, ahd. -kundī (in anakundī ‘Anklage’, um 800, unkundī ‘Unbekanntes, Fremdes’, um 1000), mhd. künde, kunde ‘Kenntnis, Bekanntschaft, Zeichen, Beweis, Mitteilung, Ort, wo man bekannt ist’, mnd. künde. Im Sinne von ‘Kenntnisse, wissenschaftliche Lehre’ in Zusammensetzungen, vgl. Geschichts-, Natur-, Weltkunde (Ende 17. Jh.), Erd-, Heilkunde (18. Jh.), Altertumskunde (19. Jh.). Kunde m. ‘wer (regelmäßig) ein Geschäftsangebot wahrnimmt, einen Laden, Dienstleistungsbetrieb (wiederholt) in Anspruch nimmt, Klient’ (16. Jh.), ahd. kundo ‘Verkünder, Zeuge’, (8. Jh.), ‘Bekannter’ (9. Jh.), mhd. kunde ‘wer bekannt ist, der Einheimische’; seit dem 16. Jh. im oben genannten kommerziellen Bereich für älteres kuntmann (15. Jh.). Kundschaft f. ‘Käuferkreis, Gesamtheit der Kunden’ (18. Jh.), älter ‘Bekanntschaft, Brüderschaft, Gemeinschaft, Freundschaftsbeziehung’ (16. Jh.), mhd. kuntschaft ‘Kenntnis, Nachricht, Auskundschaftung, Bekanntschaft’. Kundschafter m. ‘Nachrichtenermittler, Spion’ (15. Jh.), mhd. kuntschafter ‘auskunftgebende Person, Zeuge’. kundschaften Vb. ‘Nachrichten ermitteln, spionieren’ (15. Jh.). auskundschaften Vb. ‘erforschen, in Erfahrung bringen, ausspionieren’ (16. Jh.). künden Vb. ‘ansagen, kundtun’, ahd. kunden ‘verkünden, bekanntmachen, bezeugen’ (8. Jh.), daneben kundōn ‘verkünden, bekanntmachen’ (um 1000; vgl. anakundōn ‘brandmarken’, urkundōn ‘zeigen’, 9. Jh.), mhd. künden, kunden ‘kundmachen, bekanntmachen, anzeigen’. kundig Adj. ‘informiert, kenntnisreich’, meist auf einem bestimmten Gebiet (präzisierend sachkundig, ortskundig, sprachkundig), ahd. kundīg (Hs. 13. Jh.), unkundīg (Hs. 12. Jh.), mhd. kündec, kündic ‘bekannt, kund, klug, geschickt, stolz, anmaßend’. kündigen Vb. ‘aufsagen, den Rücktritt von einem Vertrag, einer Abmachung amtlich mitteilen’, mhd. kündigen ‘mitteilen, kündigen’; dafür auch aufkündigen (17. Jh.). Kündigung f. ‘Erklärung des Rücktritts von einem Vertrag, einem Dienstverhältnis’ (18. Jh.), älter ‘Nachricht, Kunde’ (15. Jh.), mnd. kündiginge ‘Bekanntmachung, Verkündung, Anfkündung’; vgl. mhd. kündunge ‘Verkündigung, Kunde’.

Typische Verbindungen zu ›Kunde‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kunde‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kunde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wann ist der Artikel von größtem Nutzen für den Kunden? [Reklame-Praxis, 1928, Nr. 6, Bd. 4]
In dem Kunden, der unseren Laden betritt, sollen wir unseren Gast sehen. [Schoenfeldt, Georg: Wie der Tabakhandel Kunden wirbt. In: Ruben, Paul (Hg.) Die Reklame, Berlin: Paetel 1914, S. 227]
Ich war so dicht dabei, ich hätte notfalls noch Kunden von der Explosion fernhalten können. [Der Spiegel, 23.05.1994]
Eines sollte jedoch niemand vergessen: der wichtigste Kunde der New Economy ist die traditionelle Wirtschaft. [Die Zeit, 27.04.2000, Nr. 18]
Zu meinem Job gehört auch, die Kunden richtig zu beraten. [Die Zeit, 13.04.2000, Nr. 16]
Zitationshilfe
„Kunde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kunde#3>.

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