Kundgebung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungKund-ge-bung
Wortzerlegungkundgeben-ung
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
öffentliche politische Massenversammlung, die meist unter freiem Himmel stattfindet
Beispiele:
auf dem Platz, vor dem Rathaus fand eine (machtvolle, eindrucksvolle, überwältigende) Kundgebung statt
eine Kundgebung (am 1. Mai) abhalten, veranstalten
an einer Kundgebung teilnehmen
auf der öffentlichen Kundgebung sprach ein Vertreter der Regierung
die Studenten gaben ihrem Willen, ihrem Protest in einer großen Kundgebung Ausdruck
2.
gehoben Äußerung, Mitteilung
Beispiele:
die Kundgebung seines Willens, seiner Freude
er enthielt sich aller eigenen Kundgebung
daß Abt und Konvent ihn ... durch manche Kundgebungen ihres Wohlwollens feierten [HesseGlasperlensp.6,292]

Thesaurus

Synonymgruppe
Demonstration · Kundgebung · ↗Protest · ↗Protestmarsch · ↗Protestzug · öffentliche Protestaktion  ●  ↗Demo  ugs. · ↗Protestation  geh., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alexanderplatz Aufmarsch Brandenburger Demonstration Hauptredner Mahnwache Marienplatz Motto Organisator Protestmarsch Rathaus Redner Tag der Arbeit Teilnehmer Warnstreik abhalten angemeldet auflösen aufrufen friedlich genehmigt machtvoll organisiert protestieren spontan teilnehmen veranstalten verbieten versammeln zentral

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kundgebung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In zahlreichen weiteren Städten kam es zu meist kleineren Kundgebungen.
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2001
Auf dem Alex ruft die ÖTV zu einer Kundgebung um 8 Uhr auf.
Der Tagesspiegel, 27.03.2000
Die polnische Regierung entschuldigt sich für die in den letzten Tagen in verschiedenen polnischen Städten vorgekommenen deutschfeindlichen Kundgebungen.
o. A.: 1939. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1983], S. 2721
Die Eiserne Front veranstaltet in vielen Städten ihre ersten großen Kundgebungen.
o. A.: 1932. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 8744
Natürlich, auf den Kundgebungen, in den Meetings sah man auch Frauen.
Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 77
Zitationshilfe
„Kundgebung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kundgebung>, abgerufen am 17.11.2019.

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