Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Kunsthorn, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Worttrennung Kunst-horn
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

synthetisch hergestellter, dem Horn ähnlicher Kunststoff

Verwendungsbeispiele für ›Kunsthorn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es handelt sich hierbei um ein gut formbares Kunsthorn, das sich einfärben läßt und durch Formaldehyd gehärtet werden kann. [Süddeutsche Zeitung, 04.11.1997]
Außerdem verarbeitete man in der Vorkriegszeit hauptsächlich Zelluloid, Kunsthorn und Preßmassen, während heute Spritzgußmassen, Polyvinylchlorid, Superpolyamiden und andere Schichtstoffe vorherrschen. [Die Zeit, 11.10.1951, Nr. 41]
Wenn heute auch das Kunsthorn z.T. aus der Elektroindustrie durch neue Kunststoffe verdrängt wurde, so blieben die Kunsthornmaterialien doch für die Mode unentbehrlich. [Die Zeit, 30.09.1954, Nr. 39]
Schon im sechzehnten Jahrhundert gelang es einem schweizer Handelsherren namens Bartholomäus Schobinger, »Kunsthorn« aus Milcheiweiß (Casein) herzustellen. [Süddeutsche Zeitung, 15.12.1999]
An Kunststoffen wurden besonders die Schnitz‑ und Formstoffe, Zelluloid, Cellon, Kunsthorn Vulkanfiber und die Edelkunstharze erwähnt. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1937]]
Zitationshilfe
„Kunsthorn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kunsthorn>.

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