Kunstschach, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kunstschach(e)s · wird nur im Singular verwendet
Worttrennung Kunst-schach
Wortzerlegung KunstSchach
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

Schach eine erdachte, auf eine bestimmte Lösung hin komponierte Schachstellung, die auch ästhetischen Gesichtspunkten folgt
Beispiele:
Im Kunstschach ist es verpönt, im Schlüssel mehr als höchstens einen Bauern zu schlagen oder gleich Schach zu bieten, da dies als zu aggressiv erachtet wird. [Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2001]
Einige unserer Löser haben lobend festgehalten, dass sie dank A. Nagler die Schönheiten des Kunstschachs verstehen und schätzen lernten. [Neue Zürcher Zeitung, 12.07.1996]
Grossmeister Rehm[…] holte auf dem diesjährigen Fide‑Kongress für Kunstschach wieder einen ersten Preis. Das vorzügliche Problem musste während des Kongresses komponiert werden. [Neue Zürcher Zeitung, 24.11.1995]
[…] Zum Kunstschach rechnet man die direkten Schachprobleme, Kunststudien, Selbstmatt‑ und Hilfsmattaufgaben und das Märchenschach. Das sportliche Moment der Schachpartien, in denen sich zwei Gegenspieler ständig bekämpfen, ist beim Kunstschach, wo die Schachstellungen immer von einem Verfasser, dem Problem‑ oder Studienkomponisten, ersonnen werden, fast gar nicht vorhanden. [Berliner Zeitung, 18.02.1973]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Kunstschach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kunstschach>, abgerufen am 21.06.2021.

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