Kunstschach, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kunstschach(e)s · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungKunst-schach
WortzerlegungKunstSchach
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

Schach eine erdachte, auf eine bestimmte Lösung hin komponierte Schachstellung, die auch ästhetischen Gesichtspunkten folgt
Beispiele:
Im Kunstschach ist es verpönt, im Schlüssel mehr als höchstens einen Bauern zu schlagen oder gleich Schach zu bieten, da dies als zu aggressiv erachtet wird. [Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2001]
Einige unserer Löser haben lobend festgehalten, dass sie dank A. Nagler die Schönheiten des Kunstschachs verstehen und schätzen lernten. [o.A., Probleme, in: NZZ 1996, Zürich: Verlag für die Neue Zürcher Zeitung 1997 [1996]]
Grossmeister Rehm[…] holte auf dem diesjährigen Fide-Kongress für Kunstschach wieder einen ersten Preis. Das vorzügliche Problem musste während des Kongresses komponiert werden. [Neue Zürcher Zeitung, 24.11.1995]
[…] Zum Kunstschach rechnet man die direkten Schachprobleme, Kunststudien, Selbstmatt- und Hilfsmattaufgaben und das Märchenschach. Das sportliche Moment der Schachpartien, in denen sich zwei Gegenspieler ständig bekämpfen, ist beim Kunstschach, wo die Schachstellungen immer von einem Verfasser, dem Problem- oder Studienkomponisten, ersonnen werden, fast gar nicht vorhanden. [Berliner Zeitung, 18.02.1973]
Zitationshilfe
„Kunstschach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kunstschach>, abgerufen am 13.12.2019.

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