Kuppe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kuppe · Nominativ Plural: Kuppen
Aussprache
WorttrennungKup-pe
Wortbildung mit ›Kuppe‹ als Erstglied: ↗kuppig  ·  mit ›Kuppe‹ als Letztglied: ↗Basaltkuppe · ↗Bergkuppe · ↗Blaukuppe · ↗Felsenkuppe · ↗Felskuppe · ↗Fingerkuppe · ↗Hügelkuppe · ↗Nagelkuppe · ↗Stecknadelkuppe
eWDG, 1969

Bedeutungen

a)
rundlicher oberer Teil eines Berges; rundlicher, stark gewölbter Berggipfel; Bergkuppe
Beispiele:
eine sanfte, felsige, kahle, bewaldete, verschneite Kuppe
bei klarem Wetter ist die Kuppe des Berges zu sehen
auf dieser Kuppe befindet sich ein Aussichtsturm, eine Sternwarte
hatten wir gesehen, daß das Dorf ... auf der höchsten Kuppe lag [RennKrieg18]
b)
rundlicher oberer Teil eines Fingers; Fingerkuppe
Beispiele:
er klopfte mit der Kuppe des Zeigefingers auf den Tisch
vor dem Umblättern leckte ich die Kuppe sorgfältig naß [M. WalserHalbzeit209]
oberster Teil des Fingernagels oder Zehennagels
Beispiel:
die schön gewölbten Kuppen der Fingernägel [HesseNarziß5,304]
c)
rundlicher oberer Teil eines Nagels, einer Stecknadel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kuppe f. ‘abgerundeter Gipfel, gerundetes Endstück’. Im 18. Jh. wird md. Kuppe, auch Koppe, in die Literatursprache aufgenommen und neben Gipfel gebräuchlich (vgl. Wasserkuppe, Schneekoppe). Mhd. (md.) kuppe f., (obd.) gupf(e) m. ‘Spitze, Gipfel’ sowie ahd. kupha f. ‘Kopfbedeckung, Turban’ (10. Jh.), mhd. kupfe, gupfe f. ‘Kopfbedeckung unter dem Helm’ sind wohl wie die unter ↗Kopf (s. d.) angeführten germ. Formen entlehnt aus spätlat. cuppa ‘Becher’ mit einer Bedeutungsentwicklung über ‘Schale, Haube’ zu ‘rundlicher Gegenstand, äußerste Spitze’ (vgl. präzisierende Zusammensetzungen wie Bergkuppe, Fingerkuppe, Nagelkuppe).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anhöhe · ↗Aufschüttung · ↗Erdhügel · ↗Erdwall · ↗Erhebung · ↗Koppe · Kuppe  ●  ↗Höhe  fachspr., Jargon, militärisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berg Daumen Finger Hang Hügel Kegel Kuppe Kurve Mittelfinger Mittelgebirge Ringfinger Schlucht Senke Tal Vulkan Zeigefinger abtragen baumfrei baumlos bewaldet flach gerundet kahl ragen sanft schneebedeckt thronen unübersichtlich vulkanisch wölben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kuppe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Behutsam wieder aufs Gas, man arbeitet sich auf die Kuppe zu.
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2003
Die Tempel selber sehen wir nicht, sie verbergen sich hinter der obersten Kuppe.
Die Zeit, 03.10.1986, Nr. 41
Über die Kuppe lief ein zitternder Flaum von Gras im Wind.
Johnson, Uwe: Ingrid Babendererde, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1985, S. 179
Am Fuß der Kuppe fand er, auf dem Abstieg, die Höhle.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 17
Am nächsten Morgen zogen wir an dieser imposanten Kuppe vorüber bei herrlichstem Sonnenwetter.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 91
Zitationshilfe
„Kuppe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kuppe>, abgerufen am 06.12.2019.

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