Kuppel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kuppel · Nominativ Plural: Kuppeln
Aussprache
WorttrennungKup-pel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Kuppel‹ als Erstglied: ↗Kuppelbau · ↗Kuppelgewölbe · ↗Kuppelsaal
 ·  mit ›Kuppel‹ als Letztglied: ↗Circuskuppel · ↗Domkuppel · ↗Doppelkuppel · ↗Reichstagskuppel · ↗Rundkuppel · ↗Schlosskuppel · ↗Zirkuskuppel
 ·  mit ›Kuppel‹ als Binnenglied: ↗Kreuzkuppelkirche
eWDG, 1969

Bedeutung

gewölbtes Dach, gewölbte Decke über einem Raum, meist in der Form einer Halbkugel
Beispiele:
die mächtige Kuppel der Peterskirche in Rom, der Moschee, des Doms
die goldenen Kuppeln des riesigen Palastes
die Kuppel der Sternwarte drehte sich
unter der Kuppel des Zirkuszeltes zeigten die Artisten ihre Kunststücke
der Raum ist von einer Kuppel überwölbt
Säle mit glimmernden Kuppeln darüber [FrischDon JuanII]
gehoben, bildlich
Beispiele:
die Platanen der Allee bilden eine hochgewölbte grüne Kuppel
Über ihr [der Stadt] wölbte sich die majestätische Kuppel des nächtlichen Himmels [le FortTor75]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kuppel f. ‘halbkugelförmig gewölbtes Dach’, entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. ital. cupola, das wohl aus spätlat. cūpula ‘kleines Gefäß, kleines Grabgewölbe’, dem Deminutivum von lat. cūpa ‘Tonne, größeres Holzgefäß’, spätlat. ‘Grabgewölbe’ (s. ↗Kufe), stammt. Vgl. auch frz. coupole, span. cúpula. Einfluß von arab. al-qubba ‘Wölbung’ (s. ↗Alkoven) ist denkbar.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewölbe · Kuppel
Unterbegriffe
  • Diamantgewölbe · ↗Zellengewölbe
  • Kraggewölbe · Kragsteingewölbe · falsches Gewölbe
Synonymgruppe
Dach · ↗Gewölbe · Kuppel
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dachterrasse Dom Felsendom Frauenkirche Kapitol Minarett Moschee Nikolaikirche Petersdom Planetarium Plenarsaal Reichstag Reichstagsgebäude Rotunde Schalten Synagoge Tambour Turm begehbar einstürzen geodätisch gläsern golden goldglänzend krönen steinern vergoldet wölben überragen überwölben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kuppel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die Kuppel - ihre Offenheit ist einem demokratischen Parlament wirklich angemessen.
Der Tagesspiegel, 27.01.1999
Die geodätische Kuppel, die ihn berühmt machte, ist die praktische Anwendung.
Süddeutsche Zeitung, 08.07.1995
Die meist kegelförmigen Dächer verkleiden eine im Innern gelegene Kuppel.
o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610
Doch die Kuppel des Deutschen Doms stürzte bereits 1781 teilweise ein.
o. A. [mh]: Deutscher Dom. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1994]
Diese Kirche rundete sich mit der kühnsten Kuppel der Welt zum Symbol ihrer Zeit.
Rubin, Berthold: Das Römische Reich im Osten. Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 21321
Zitationshilfe
„Kuppel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kuppel>, abgerufen am 16.10.2019.

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