Kupplerin, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kupplerin · Nominativ Plural: Kupplerinnen
Aussprache 
Worttrennung Kupp-le-rin
Wortzerlegung Kuppler-in1
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kuppeln · Kuppler · Kupplerin · Kuppelei · verkuppeln · Kuppelpelz · Kupplung
kuppeln Vb. ‘beweglich miteinander verbinden’ (Fahrzeuge, Wagen), älter auch ‘mit Riemen, Stricken aneinanderbinden’ (besonders Tiere), mhd. kuppeln, Variante neben gleichbed. ↗koppeln (s. d., wo Weiteres zur Herkunft). Auch im Sinne von ‘(gegen Entgelt) geschlechtliche Beziehungen vermitteln, arrangieren’ (14. Jh.) steht kuppeln zunächst unterschiedslos neben koppeln, doch setzt sich hier die u-Form (seit etwa 17. Jh.) in der Literatursprache durch. Sie gilt ferner für aus Kupplung (s. unten) rückgebildetes kuppeln ‘die Kupplung (eines Kraftfahrzeugs) betätigen’. Kuppler m. Kupplerin f. ‘Vermittler(in), Stifter(in) von amourösen Beziehungen, Eheschließungen’, spätmhd. kuppelære, kuppelærinne, mnd. koplerinne. Kuppelei f. ‘Vermittlung, Begünstigung amouröser Beziehungen (gegen Entgelt)’ (17. Jh.), älter Kupplerei (15. Jh.). verkuppeln Vb. ‘ein Paar zu einer Liebesbeziehung zusammenbringen, eine amouröse Beziehung ermöglichen’, auch ‘eine Heirat stiften’ (15. Jh.). Kuppelpelz m. ‘Lohn für Vermittlungsdienste’ (18. Jh.), zunächst wahrscheinlich in Gestalt eines Pelzes, später jede Form der Entlohnung für entsprechende Dienste; geläufig sich einen Kuppelpelz verdienen ‘erfolgreiche Vermittlungsdienste leisten, ein Paar zusammenbringen’ (18. Jh.). Kupplung f. ‘lösbare Verbindungsvorrichtung an Maschinen, Maschinenteilen, Kraftfahrzeugen’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Kupplerin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ovid schildert darin eine Kupplerin in beredter Ausübung ihres Gewerbes.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 389
Die Mutter wollte nicht als Kupplerin dastehen, also mußte geheiratet werden.
Die Zeit, 19.08.1994, Nr. 34
Außer Kupplerin Marcelle sieht am Ende niemand richtig glücklich aus.
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2003
Schön sind sie nicht gerade, die Damen und Dirnen, die den Künstler umtreiben, darunter die "Kupplerin".
Die Welt, 03.06.1999
Aber diese Form diente eindeutig der Pornographie, der detaillierten Schilderung von Haremsabenteuern, Kurtisanen und Kupplerinnen.
Majumdar, A. K.: Indien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2470
Zitationshilfe
„Kupplerin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kupplerin>, abgerufen am 10.04.2021.

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