Kupplung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kupplung · Nominativ Plural: Kupplungen
Nebenform Kuppelung · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kuppelung · Nominativ Plural: Kuppelungen
Worttrennung Kupp-lung ● Kup-pe-lung
Wortzerlegung kuppeln-ung
Wortbildung  mit ›Kupplung‹ als Erstglied: ↗Kupplungshebel · ↗Kupplungspedal  ·  mit ›Kupplung‹ als Letztglied: ↗Anhängekupplung · ↗Anhängerkupplung · ↗Klauenkupplung
 ·  mit ›Kupplung‹ als Binnenglied: ↗Doppelkupplungsgetriebe
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Technik lösbare Vorrichtung zur Verbindung von zwei sich bewegenden Teilen
a)
von zwei Wellen, um einen Antrieb zu übertragen
Beispiele:
feste, elastische Kupplungen
die Kupplung der Werkzeugmaschine ausrücken
Vorrichtung an Kraftfahrzeugen zum Herstellen oder Trennen der Verbindung zwischen Motor und Getriebe
Beispiele:
die Kupplung des Autos betätigen
die Kupplung (= den Kupplungshebel) treten, ziehen
die Kupplung schleifen lassen (= die Trennung zwischen Motor und Getriebe eines Kraftfahrzeuges nicht vollständig herstellen)
mit schleifender Kupplung fahren
b)
von zwei Fahrzeugen
Beispiele:
die Kupplung zwischen Eisenbahnwagen aushaken
Kupplungen verbinden die Waggons miteinander
2.
das Verbinden von zwei sich bewegenden Teilen durch eine lösbare Vorrichtung, das Kuppeln
Grammatik: meist im Singular
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kuppeln · Kuppler · Kupplerin · Kuppelei · verkuppeln · Kuppelpelz · Kupplung
kuppeln Vb. ‘beweglich miteinander verbinden’ (Fahrzeuge, Wagen), älter auch ‘mit Riemen, Stricken aneinanderbinden’ (besonders Tiere), mhd. kuppeln, Variante neben gleichbed. ↗koppeln (s. d., wo Weiteres zur Herkunft). Auch im Sinne von ‘(gegen Entgelt) geschlechtliche Beziehungen vermitteln, arrangieren’ (14. Jh.) steht kuppeln zunächst unterschiedslos neben koppeln, doch setzt sich hier die u-Form (seit etwa 17. Jh.) in der Literatursprache durch. Sie gilt ferner für aus Kupplung (s. unten) rückgebildetes kuppeln ‘die Kupplung (eines Kraftfahrzeugs) betätigen’. Kuppler m. Kupplerin f. ‘Vermittler(in), Stifter(in) von amourösen Beziehungen, Eheschließungen’, spätmhd. kuppelære, kuppelærinne, mnd. koplerinne. Kuppelei f. ‘Vermittlung, Begünstigung amouröser Beziehungen (gegen Entgelt)’ (17. Jh.), älter Kupplerei (15. Jh.). verkuppeln Vb. ‘ein Paar zu einer Liebesbeziehung zusammenbringen, eine amouröse Beziehung ermöglichen’, auch ‘eine Heirat stiften’ (15. Jh.). Kuppelpelz m. ‘Lohn für Vermittlungsdienste’ (18. Jh.), zunächst wahrscheinlich in Gestalt eines Pelzes, später jede Form der Entlohnung für entsprechende Dienste; geläufig sich einen Kuppelpelz verdienen ‘erfolgreiche Vermittlungsdienste leisten, ein Paar zusammenbringen’ (18. Jh.). Kupplung f. ‘lösbare Verbindungsvorrichtung an Maschinen, Maschinenteilen, Kraftfahrzeugen’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Kupplung‹, ›Kuppelung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

AuspuffBeispielsätze anzeigen AutomobilkomponenteBeispielsätze anzeigen BetätigenBeispielsätze anzeigen BremseBeispielsätze anzeigen DruckpunktBeispielsätze anzeigen FünfganggetriebeBeispielsätze anzeigen GaspedalBeispielsätze anzeigen GetriebeBeispielsätze anzeigen HandbremseBeispielsätze anzeigen KurbelwelleBeispielsätze anzeigen SchaltenBeispielsätze anzeigen SchalthebelBeispielsätze anzeigen SchaltungBeispielsätze anzeigen StoßdämpferBeispielsätze anzeigen TretenBeispielsätze anzeigen WälzlagerBeispielsätze anzeigen ZahnradBeispielsätze anzeigen automatischBeispielsätze anzeigen betätigtBeispielsätze anzeigen defektBeispielsätze anzeigen durchgetretenBeispielsätze anzeigen durchtretenBeispielsätze anzeigen elektrohydraulisch getretenBeispielsätze anzeigen hydraulischBeispielsätze anzeigen leichtgängigBeispielsätze anzeigen rutschendBeispielsätze anzeigen schleifendBeispielsätze anzeigen schwergängigBeispielsätze anzeigen zuschaltenBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kupplung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Kupplung‹, ›Kuppelung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein anderes Mal ist mir die Kupplung beim Fahren kaputt gegangen.
Die Welt, 19.02.2005
Das würde zwar verhindern, daß der Motor abstirbt, aber es würde zum einen die Kupplung unnötig strapazieren.
Süddeutsche Zeitung, 16.04.1997
Ihre Einheiten haben dann an jedem Ende die von Ihnen als Standard gewählte Kupplung, während die Wagen untereinander beliebig befestigt werden können.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 24
Die hydraulische Kupplung ergibt ein sehr weiches Anfahren und macht zugleich ein Abwürgen des Motors unmöglich.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 231
Die Kupplung wird nämlich dabei leicht gezogen, rutscht und wird mit der Zeit defekt.
o. A.: Glas Goggomobil Limousine und Coupé, Dingolfing: Hans Glas GmbH Isaria Maschinenfabrik 1965, S. 9
Zitationshilfe
„Kupplung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kupplung>, abgerufen am 05.12.2020.

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