Kurienkardinal, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kurienkardinals · Nominativ Plural: Kurienkardinäle
Aussprache  [ˈkuːʀiənkaʁdiˌnaːl]
Worttrennung Ku-ri-en-kar-di-nal
Wortzerlegung KurieKardinal
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

(leitender) Mitarbeiter einer päpstlichen Behörde der zentralen römisch-katholischen Kirchenverwaltung im Vatikan, der Kurie (1), der im Rang eines Kardinals steht
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein vatikanischer, römischer Kurienkardinal; ein italienischer, französischer, deutscher Kurienkardinal; ein emeritierter Kurienkardinal
Beispiele:
Der dem Päpstlichen Einheitsrat vorstehende Kurienkardinal aus Deutschland hob bei der Trauerfeier Frère Rogers Bestreben hervor, die Spaltung der Christen zu überwinden und die »Flamme ökumenischer Hoffnung« erstrahlen zu lassen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2005]
Die Kardinäle sind Dreh‑ und Angelpunkte der katholischen Weltkirche, sie halten sie zusammen und in Bewegung. Besonders gilt das für die Kurienkardinäle, die vom Vatikan aus die Kirche regieren. [Süddeutsche Zeitung, 03.07.2017]
Was verdient ein Kardinal? Die Kirche zahlt 3000 Mark im Monat – allerdings nur an »Kurienkardinäle«. Sie arbeiten direkt im Vatikan. [Bild, 21.02.2001]
Aber normalerweise ist die Papstwahl auch eine Überraschung. In den letzten Tagen wurden alle möglichen Kandidaten genannt, darunter auch der deutsche Kurienkardinal Josef Ratzinger. [Die Zeit, 23.04.1998]

Typische Verbindungen zu ›Kurienkardinal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kurienkardinal‹.

Zitationshilfe
„Kurienkardinal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kurienkardinal>, abgerufen am 15.01.2021.

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