Lände, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lände · Nominativ Plural: Länden
Aussprache 
Worttrennung Län-de
Wortbildung  mit ›Lände‹ als Letztglied: ↗Floßlände · ↗Schifflände
eWDG

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Landungsplatz für Schiffe, Boote
Beispiele:
an der Lände anlegen
das Boot an die Lände ziehen
damals war sie viel an der Lände gegangen [ DodererStrudlhofstiege380]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lände · Anlände · anländen
Lände f. ‘Landeplatz, Anlegestelle’, ahd. lentī (10./11. Jh.), frühnhd. lende (15. Jh.), Abstraktbildung zu ahd. lenten (8. Jh.), mhd. lenden, nhd. (älter) länden ‘anlanden, anlegen’, mnd. mnl. landen, lenden, aengl. lenden, anord. lenda (dafür heute nhd.landen, s. d.). Entsprechend Anlände f. ‘Anlegestelle, Hafen’ (17. Jh.). anländen Vb. Vgl. Schifflände, Holzlände.

Thesaurus

Schifffahrt
Synonymgruppe
Lände · Schiffslände

Verwendungsbeispiele für ›Lände‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch wuchs rund um die Länden vor allem der Lkw-Verkehr.
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2004
Keine Ausweitung dürfe auch dem Floßbetrieb an der Lände gestattet werden.
Süddeutsche Zeitung, 23.01.2001
Er fuhr über die leere Heiligenstädter Brücke, auf der die Autos gewöhnlich dicht an dicht standen, und nahm die Lände stadteinwärts.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 7
Thea Rokitzer hingegen kam eben über die Treppe neben dem Stationsgebäude drüben auf der anderen Seite der Brücke ganz langsam von der Lände herauf.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 697
Zitationshilfe
„Lände“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/L%C3%A4nde>, abgerufen am 21.06.2021.

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