Löffel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Löffels · Nominativ Plural: Löffel
Aussprache 
Worttrennung Löf-fel

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. kleines Gerät zum Schöpfen, das aus einem Stiel und einem breiteren, muldenförmigen Teil besteht
    1. [bildlich] ...
    2. [salopp, übertragen] ...
  2. 2. [Jägersprache] Ohr des Hasen, Kaninchens
    1. [salopp, übertragen] Ohr des Menschen
eWDG

Bedeutungen

1.
kleines Gerät zum Schöpfen, das aus einem Stiel und einem breiteren, muldenförmigen Teil besteht
Beispiele:
ein großer, kleiner, kurzer, hölzerner, silberner, verchromter Löffel
man nehme einen Löffel voll Zucker
ein Löffel Medizin, Suppe
sie rührte die Soße mit drei vollen, gehäuften Löffeln Mehl an
das Kind bekam täglich einen gestrichenen Löffel voll Lebertran
sie besitzt ein Dutzend Löffel
er nimmt den Löffel zur Hand, führte den Löffel zum Mund, rührt mit dem Löffel im Brei, leckt den Löffel ab
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichder Kaffee ist so stark, dass der Löffel drin steht
salopp, übertragen
Beispiele:
umgangssprachlich, meist ironischer tut, als hätte er die Weisheit mit Löffeln gefressen (= dünkt sich sehr klug)
saloppden Löffel abgeben (= sterben)
er hat sich über den Löffel balbieren/barbieren lassen (= er ist in plumper Weise betrogen worden)
2.
Jägersprache Ohr des Hasen, Kaninchens
Beispiel:
der Hase stellte, spitzte die Löffel
salopp, übertragen Ohr des Menschen
Beispiele:
er spitzte die Löffel (= hörte aufmerksam zu)
du wirst gleich eins hinter die Löffel kriegen (= eine Ohrfeige erhalten)
schreib' dir das hinter die, deine Löffel! (= merke es dir!)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Löffel2 m. ‘Ohr des Hasen’, mhd. leffel läßt sich verbinden mit mhd. erlaffen ‘erschlaffen’ sowie mit Lappen (s. d.) und im Sinne von ‘schlaff Herabhängendes’ an die dort genannte Wurzel ie. *lē̌b-, *lō̌b-, *lā̌b- ‘schlaff herabhängen(d)’ anschließen. Oder sollte das Fachwort der Jägersprache nach der löffelähnlichen Form (s. Löffel1) gebildet sein?

Thesaurus

Synonymgruppe
Hasenohren · Löffel
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Löffel [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Anatomie
Synonymgruppe
Gehör · Hörorgan · Ohr  ●  Lauscher  ugs. · Lauschlappen  ugs. · Löffel  ugs. · Ohrwaschl  ugs., österr., bayr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Löffel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Löffel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Löffel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann nehmen wir den eigenen Löffel – auf gar keinen Fall! [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 386]
Es waren in der Tat nur ein paar Löffel voll. [Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 970]
Der Vater hat schon den Löffel in der Hand, den Löffel des Todes. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 03.03.1911]
Er stellt ihn auf den Löffel, mit dem er gegessen hat. [Die Zeit, 31.01.1997, Nr. 6]
Dann nehmen wir den eigenen Löffel auf gar keinen Fall! [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 917]
Zitationshilfe
„Löffel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/L%C3%B6ffel>.

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