Löschkalk, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungLösch-kalk
Wortzerlegunglöschen1Kalk
eWDG, 1969

Bedeutung

gelöschter Kalk
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

löschen1 · erlöschen1 · verlöschen · löschen2 · auslöschen · erlöschen2 · Löschkalk · Löschblatt · Löschpapier
löschen1 Vb. ‘aufhören zu brennen, zu leuchten, ausgehen’, ahd. irlescan ‘erlöschen’ (s. unten), mhd. mnd. leschen ‘aufhören zu brennen, zu leuchten, zu tönen, zu sein’, asächs. leskan. Das im Nhd. nur noch selten gebrauchte starke Verb (vgl. die Flamme, das Leben lischt, Prät. losch) ist wohl im Sinne von ‘sich legen’ eine Bildung mit sk-Suffix zu der unter ↗liegen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *legh- ‘(sich) legen, liegen’. Es ist erhalten in erlöschen1 Vb. ‘aufhören zu brennen, zu leuchten’, ahd. irlescan (9. Jh.), mhd. erleschen, und in verlöschen Vb. mhd. verleschen. Dazu das schwache transitive Kausativum (‘erlöschen machen’) löschen2 Vb. ‘das Brennen, Leuchten beenden, ausmachen, ersticken, beseitigen, tilgen’, ahd. lesken ‘auslöschen, beruhigen’ (8. Jh.), mhd. leschen ‘auslöschen, verdunkeln, beendigen, (ver)tilgen’, asächs. leskian, mnd. leschen, mnl. lesscen, nl. (transitiv und intransitiv) lessen, wozu auslöschen Vb. ‘ausmachen, tilgen’ (15. Jh.) und erlöschen2 Vb. ‘zu brennen aufhören, beseitigen’, ahd. irlesken, mhd. erleschen. Rundung von e zu ö zuerst beim schwachen Verb (15. Jh.), danach auf das starke übertragen, jedoch endgültig erst im 19. Jh. Löschkalk m. (15. Jh.). Löschblatt n. und Löschpapier n. (beide 17. Jh.).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Ca(OH)2 · Calciumhydroxid · Hydratkalk · Kalkhydrat · ↗Kalkwasser · Löschkalk · Weißkalkhydrat · gelöschter Kalk
Antonyme
  • Löschkalk

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der gewonnene Brandkalk stellt dabei nur ein Zwischenprodukt dar und wurde durch den Zusatz von Wasser zu Löschkalk.
Der Tagesspiegel, 13.01.2000
Obwohl seine Familie 770000 Mark bezahlt hatte, wurde Fossati durch zwei Schüsse getötet, sein Gesicht durch ätzenden Löschkalk unkenntlich gemacht, seine Leiche vergraben.
Die Zeit, 01.08.1980, Nr. 32
Zusammen mit zwei weiteren Jugendlichen hatte der 16-Jährige bei Waldsassen (Landkreis Tirschenreuth) aus Wasser und Löschkalk ein explosives Gemisch hergestellt, so die Polizei.
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000
Zitationshilfe
„Löschkalk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Löschkalk>, abgerufen am 10.12.2019.

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