Löss, der
Alternative SchreibungLöß, s. Regelwerk: § 25
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lösses · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Löss‹ als Erstglied: ↗Lössboden · ↗Lößboden
 ·  mit ›Löss‹ als Letztglied: ↗Schwemmlöss · ↗Schwemmlöß
eWDG, 1969

Bedeutung

durch Winde gebildete kalkhaltige, erdige Ablagerung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Löß m. kalkhaltiger Lehmstaub als Ablagerung von Eiszeitwinden, geprägt 1823, wohl zu alem. lösch, lasch ‘locker’ (mundartliche Form von ↗los, ↗lose?, s. d.), von dem deutschen Geologen K. C. v. Leonhard („Charakteristik der Felsarten“), der diese Ablagerungen zuerst am alemanischen Oberrhein feststellt.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Lehm Sand bedeckt fruchtbaren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Löss‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind das Ursprungsgebiet für Löss, der von dort vom Wind auf die Felder getragen wird.
Die Welt, 17.07.2002
In ihren tieferen Teilen ist die Vorbergzone allenthalben vom Löß bedeckt.
Lais, Robert: Dr. Hans Kauffmann's hinterlassene Schneckensammlung, Naumburg: Lippert 1925, S. 380
Es schauderte ihn, er wollte schleunigst hinab zu Lehm und Löß.
konkret, 1991
Der auch heute noch waldfeindliche Löß bot daher den Wildgräsern reiche Entfaltungsmöglichkeiten.
Pittioni, Richard: Der urgeschichtliche Horizont der historischen Zeit. In: Mann, Golo u. a. (Hgg.) Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 953
An seiner Oberfläche ist der Löss durch organische Stoffe schwarz gefärbt und heisst Ackererde.
Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik, 1900, Bd. 32
Zitationshilfe
„Löss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Löss>, abgerufen am 27.06.2017.

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