Lache, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lache · Nominativ Plural: Lachen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung La-che (computergeneriert)
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich lautes Lachen, Gelächter
Beispiele:
eine laute, schallende, dröhnende, gellende, alberne, hässliche Lache
saloppeine dreckige Lache
in eine laute Lache ausbrechen, eine laute Lache anschlagenplötzlich laut zu lachen anfangen
Beispiele:
er schlug eine fröhliche Lache an
wie dann Louis in eine ungeheure Lache ausbrach [ Feuchtw.Füchse190]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lachen1 · Lache3 · lächeln · lächerlich · lachhaft · Lachtaube
lachen1 Vb. ‘durch Mimik und ein charakteristisches Geräusch Heiterkeit erkennen lassen’. Für das Germ. ist von einem ablautenden (starken) Verb mit j-Präsens auszugehen, wie es in aengl. (westsächs.) hliehhan, (angl.) hlæhhan, anord. hlæja, got. hlahjan vorliegt. Auch für das Ahd. ist auf Grund eines (grammatischen Wechsel zeigenden) Präteritums hlōc ein starkes Verb (h)lahhan (9. Jh.) anzusetzen. Daneben ist seit früher Zeit ein schwaches Verb ahd. (h)lahhēn (8. Jh.) belegt, das sich in mhd. nhd. lachen fortsetzt. Schwache Flexion zeigen auch mnd. lachen und engl. to laugh, während sonst Reste starker Flexion bewahrt sind, vgl. mnl. nl. lachen (Part. Prät. gelachen), schwed. le (Prät. log), dän. le (Prät. lo). Vgl. ferner die schwachen Kausativa anord. hlœgja ‘lachen machen, erfreuen’ und got. ufhlōhjan ‘auflachen machen’. Vergleicht man außergerm. lit. kliugéti ‘kollern, knurren, plätschern, gurgeln’, klukčióti, kluk(š)nóti ‘schlucken, gackern’, russ. kloktát’ (клоктать), klochtát’ (клохтать) ‘glucken, gackern’ und griech. klṓzein, klṓssein (κλώζειν, κλώσσειν) ‘glucken, schnalzen’, so dürften alle Formen als lautmalende Bildungen anzusehen und über Gutturalerweiterungen (auf ie. -k- bzw. -g-) der Schallwurzel ie. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. Glocke) anzuschließen sein. Der Vokalismus weist dabei eine große Variabilität auf. Die germ. Formen führen auf ie. *klak-, *klōk-. Lache3 f. ‘lautes Lachen, Gelächter, eine bestimmte Art zu lachen’, mhd. lache ‘(einmaliges) Auflachen, Lachen’. lächeln Vb. ‘lautlos lachen, schmunzeln’, mhd. lecheln, auch ‘auf hinterlistige Weise freundlich sein’. lächerlich Adj. ‘zum Lachen reizend, unbedeutend, albern’, mhd. lecherlich ‘lächelnd, ein Lachen zeigend’; nhd. (älter) auch soviel wie ‘zum Lachen aufgelegt’, daneben auch ‘Anlaß zum Lachen gebend’, besonders in der Verbindung sich, jmdn. lächerlich machen. lachhaft Adj. ‘lächerlich, albern’ (19. Jh.), älter lacherhaft (18. Jh.). Lachtaube f. Name einer Taubenart, ostindische Turteltaube (18. Jh.), benannt nach den einem Lachen ähnlichen Gurrlauten.

Typische Verbindungen zu ›Lache‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lache‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lache‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit dieser Lache ätzt Raab alles weg, was nicht Raab ist.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2002
Er schlug mir auf die Schulter, daß es schmerzte, und in der Kälte klang seine Lache doppelt schrill.
Rothmann, Ralf: Stier, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 [1991], S. 73
Aber ich erkenne ihn sofort an der frechen Lache, an der schneidenden Stimme.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 169
Zitationshilfe
„Lache“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lache#1>, abgerufen am 27.09.2021.

Weitere Informationen …

Lache, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lache · Nominativ Plural: Lachen
Aussprache 
Worttrennung La-che (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Lache‹ als Letztglied: Bierlache · Blutlache · Kotlache · Mistlache · Regenlache · Schlammlache · Sumpflache · Wasserlache
eWDG

Bedeutung

(schmutziges) Wasser, das sich in einer kleinen, flachen Bodenvertiefung angesammelt hat, Pfütze
Beispiele:
eine kleine, breite Lache
hier und da waren Lachen von Regenwasser
zusammengelaufene Flüssigkeit
Beispiele:
auf dem Tisch waren Lachen von Bier, Wein
der Verletzte lag in einer Lache von Blut
auf dem Wasser schwimmt eine große Lache Öl
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lache1 f. ‘flache Pfütze’, ahd. lahha (9. Jh.), mhd. lache ‘Pfütze’, asächs. laka ‘Pfütze, Sumpf’ (in Ortsnamen), mnd. mnl. lāke ‘stehendes Wasser in einem Flußbett, Salzlake’, nl. laak, aengl. lacu ‘Fluß, Bach’ (dagegen ist mengl. lac, engl. lake ‘See’ Entlehnung aus afrz. lac ‘See, Grube’, das auf lat. lacus, s. unten, beruht), ablautend hierzu anord. lœkr ‘langsam fließender Bach’ und gleichbed. norw. løk. Die Substantive lassen sich mit den unter leck (s. d.) behandelten Formen und der dort dargestellten Wurzel ie. *leg- ‘tröpfeln, sickern, zergehen’ verbinden. Unwahrscheinlich ist alte Entlehnung aus etymologisch nicht verwandtem lat. lacus ‘See, Gewässer, Trog, (Wasser)becken’. Zum Nebeneinander der Formen Lache und Lake im Hd. und zur Funktionsteilung ‘Pfütze’ und ‘Salzlösung’ s. Lake.

Typische Verbindungen zu ›Lache‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lache‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lache‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun blutet der Körper aus, würdelos wie ein Tier, und in die Lache roten Blutes hat der Maler seinen Namen geschrieben.
Der Tagesspiegel, 20.12.2004
Zu seinen Füßen im Sand eine kleine dunkle Lache, er trug schwarze löchrige Socken, die Schuhe hatte man ihm, wahrscheinlich zusammen mit der Waffe, weggenommen.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 248
Vor einer Schwelle lag ein kleines Mädchen in einer roten Lache ausgestreckt.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 90
Sie pinkelt noch eine kleine Lache zwischen ihre beiden schmalen Reifchen.
Die Welt, 04.06.2005
Irgendwann konnte ich wieder richtig atmen, inzwischen auf Arme und Knie gestützt, unter mir eine blutig-schleimig-schaumige Lache.
C't, 2001, Nr. 17
Zitationshilfe
„Lache“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lache#2>, abgerufen am 27.09.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Lachanfall
Lacerna
Labyrinthversuch
labyrinthisch
Labyrinthfisch
Lächeln
Lachen
Lacher
Lacherfolg
lächerlich