Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Lachs, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lachses · Nominativ Plural: Lachse
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Lachs‹ als Erstglied: Lachsbrötchen · Lachsersatz · Lachsfang · Lachsfilet · Lachsfisch · Lachsforelle · Lachshering · Lachsschinken · Lachsschnitzel · Lachstartar · Lachstatar · lachsfarben · lachsrosa
 ·  mit ›Lachs‹ als Letztglied: Bierlachs · Lammlachs · Rauchlachs
eWDG

Bedeutung

Raubfisch der nordeuropäischen Meere, der zum Laichen in Flüssen emporwandert und als Speisefisch sehr geschätzt wird, Salm
Beispiel:
frischer, geräucherter Lachs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lachs m. räuberischer Speisefisch, ahd. (8. Jh.), asächs. mhd. lahs, mnd. las, aengl. læx (westsächs. leax), anord. schwed. lax, germ. *lahsa-. Der Name fehlt im Got. und Afries., im Nl. hat sich an seiner Stelle sehr früh die unter Salm1 (s. d.) behandelte Entlehnung aus dem Lat. durchgesetzt. Das germ. Wort wird zusammen mit lit. lašišà, lãšis, lett. lasis, russ. lósos’, losós’ (лосось) und toch. B läks- ‘Fisch’ auf ie. *lak̑so- ‘Lachs’ zurückgeführt. Ob dieses mit lit. lãšas ‘Tropfen’, lašéti ‘tröpfeln’, lett. lāse ‘Sprenkel, Tupfen’, lāsains ‘punktiert, gesprenkelt’ zu einer Wurzel ie. *lak̑- ‘sprenkeln, tupfen’ zu stellen und Lachs als ‘der Gesprenkelte, Getupfte’ (nach dem prächtigen kupferscheckigen Hochzeitskleid des Männchens) zu deuten ist, bleibt zweifelhaft. Das Vorkommen des Edelfisches im Norden Europas entspricht weitgehend der Verbreitung des Namens in den westie. Sprachen, dem Germ. und Baltoslaw. mit Ausnahme des Südslaw.; der Lachs fehlt in den in das Mittelländische und Schwarze Meer mündenden Flüssen. Die verallgemeinerte Bedeutung ‘Fisch’ im Toch. weist ebenfalls auf das Fehlen des Lachses in den späteren Wohnsitzen der Tocharer (zu den baltoslaw.-toch. Gemeinsamkeiten vgl. Porzig Gliederung (1954) 184). Da der Fisch an ein bestimmtes Gebiet gebunden ist, hält de Vries Anord. 349 Herkunft des Namens aus einer vorie. Sprache für möglich.

Typische Verbindungen zu ›Lachs‹ (berechnet)

Rueckkehr Wiederansiedlung angeln ansiedeln atlantisch ausgesterben aussetzen essen fangen fischen gebeizt gebraten gefangen gegrillt geräuchert geräuchtem gezüchtet hausgebeizt laichen mariniert norwegisch pazifisch pochiert räuchern schottisch schwimmen sichten transgen tummeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lachs‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lachs‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Freiheit nähren sie sich lange Zeit von Lachsen. [Dathe, Heinrich: Wegweiser durch den Tierpark, Berlin: OV 1976, S. 0]
Und er schmunzelte nicht schlecht in seinen Bart, als sie davoneilten, den laufenden Lachs zu sehen. [Tucholsky, Kurt: Die Parole. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8373]
Man brät ein Stück Lachs in der beschichteten Pfanne ohne Fett an. [Die Zeit, 23.12.2013, Nr. 51]
Kunst hängt an der Wand, die Möbel heischen Stil, der Lachs erscheint auf schönem Porzellan. [Die Zeit, 11.02.2002, Nr. 06]
Unter der bunten Haut ähnelt sie jedoch einem Lachs, und so schmeckt sie auch. [Die Zeit, 03.08.1998, Nr. 31]
Zitationshilfe
„Lachs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lachs>.

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