Lachs, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lachses · Nominativ Plural: Lachse
Aussprache
Wortbildung mit ›Lachs‹ als Erstglied: ↗Lachsbrötchen · ↗Lachsfang · ↗Lachshering · ↗Lachsschinken · ↗Lachsschnitzel · ↗Lachstatar · ↗lachsfarben · ↗lachsrosa
 ·  mit ›Lachs‹ als Letztglied: ↗Bierlachs
eWDG, 1969

Bedeutung

Raubfisch der nordeuropäischen Meere, der zum Laichen in Flüssen emporwandert und als Speisefisch sehr geschätzt wird, Salm
Beispiel:
frischer, geräucherter Lachs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lachs m. räuberischer Speisefisch, ahd. (8. Jh.), asächs. mhd. lahs, mnd. las, aengl. læx (westsächs. leax), anord. schwed. lax, germ. *lahsa-. Der Name fehlt im Got. und Afries., im Nl. hat sich an seiner Stelle sehr früh die unter ↗Salm (s. d.) behandelte Entlehnung aus dem Lat. durchgesetzt. Das germ. Wort wird zusammen mit lit. lašišà, lãšis, lett. lasis, russ. lósos’, losós’ (лосось) und toch. B läks- ‘Fisch’ auf ie. *lak̑so- ‘Lachs’ zurückgeführt. Ob dieses mit lit. lãšas ‘Tropfen’, lašéti ‘tröpfeln’, lett. lāse ‘Sprenkel, Tupfen’, lāsains ‘punktiert, gesprenkelt’ zu einer Wurzel ie. *lak̑- ‘sprenkeln, tupfen’ zu stellen und Lachs als ‘der Gesprenkelte, Getupfte’ (nach dem prächtigen kupferscheckigen Hochzeitskleid des Männchens) zu deuten ist, bleibt zweifelhaft. Das Vorkommen des Edelfisches im Norden Europas entspricht weitgehend der Verbreitung des Namens in den westie. Sprachen, dem Germ. und Baltoslaw. mit Ausnahme des Südslaw.; der Lachs fehlt in den in das Mittelländische und Schwarze Meer mündenden Flüssen. Die verallgemeinerte Bedeutung ‘Fisch’ im Toch. weist ebenfalls auf das Fehlen des Lachses in den späteren Wohnsitzen der Tocharer (zu den baltoslaw.-toch. Gemeinsamkeiten vgl. Porzig Gliederung (1954) 184). Da der Fisch an ein bestimmtes Gebiet gebunden ist, hält de Vries Anord. 349 Herkunft des Namens aus einer vorie. Sprache für möglich.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Carpaccio Champagner Forelle Garnele Heilbutt Hering Hummer Kaviar Krabbe Laichen Makrele Meerforelle Scampi Seeteufel Seezunge Spargel Steinbutt Stör Thunfisch Zander atlantisch gebeizt gebraten gegrillt geräuchert gezüchtet hausgebeizt mariniert pochiert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lachs‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das war 1988 noch mutig, heute schwimmen viele im Rhein, sogar Lachse.
Die Welt, 07.09.2005
Und ich möchte bald wieder meinen geliebten Lachs essen - den gibt es nämlich im Heim nicht.
Bild, 03.05.2004
In der Freiheit nähren sie sich lange Zeit von Lachsen.
Dathe, Heinrich: Wegweiser durch den Tierpark, Berlin: OV 1976, S. 0
Auf ihren Flußwanderungen legen die Lachse täglich etwa 40 km zurück.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 150
Es ist auch der geräucherte Lachs im Trauminhalt noch nicht abgeleitet.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 105
Zitationshilfe
„Lachs“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lachs>, abgerufen am 21.03.2019.

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