Lachtaube, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Worttrennung Lach-tau-be
Wortzerlegung lachenTaube1
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Taube, deren Girren regelmäßig von Lauten begleitet wird, die mit Lachen verglichen werden können
2.
umgangssprachlich, scherzhaft, übertragen junges, oft lachendes Mädchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lachen1 · Lache3 · lächeln · lächerlich · lachhaft · Lachtaube
lachen1 Vb. ‘durch Mimik und ein charakteristisches Geräusch Heiterkeit erkennen lassen’. Für das Germ. ist von einem ablautenden (starken) Verb mit j-Präsens auszugehen, wie es in aengl. (westsächs.) hliehhan, (angl.) hlæhhan, anord. hlæja, got. hlahjan vorliegt. Auch für das Ahd. ist auf Grund eines (grammatischen Wechsel zeigenden) Präteritums hlōc ein starkes Verb (h)lahhan (9. Jh.) anzusetzen. Daneben ist seit früher Zeit ein schwaches Verb ahd. (h)lahhēn (8. Jh.) belegt, das sich in mhd. nhd. lachen fortsetzt. Schwache Flexion zeigen auch mnd. lachen und engl. to laugh, während sonst Reste starker Flexion bewahrt sind, vgl. mnl. nl. lachen (Part. Prät. gelachen), schwed. le (Prät. log), dän. le (Prät. lo). Vgl. ferner die schwachen Kausativa anord. hlœgja ‘lachen machen, erfreuen’ und got. ufhlōhjan ‘auflachen machen’. Vergleicht man außergerm. lit. kliugéti ‘kollern, knurren, plätschern, gurgeln’, klukčióti, kluk(š)nóti ‘schlucken, gackern’, russ. kloktát’ (клоктать), klochtát’ (клохтать) ‘glucken, gackern’ und griech. klṓzein, klṓssein (κλώζειν, κλώσσειν) ‘glucken, schnalzen’, so dürften alle Formen als lautmalende Bildungen anzusehen und über Gutturalerweiterungen (auf ie. -k- bzw. -g-) der Schallwurzel ie. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. ↗Glocke) anzuschließen sein. Der Vokalismus weist dabei eine große Variabilität auf. Die germ. Formen führen auf ie. *klak-, *klōk-. Lache3 f. ‘lautes Lachen, Gelächter, eine bestimmte Art zu lachen’, mhd. lache ‘(einmaliges) Auflachen, Lachen’. lächeln Vb. ‘lautlos lachen, schmunzeln’, mhd. lecheln, auch ‘auf hinterlistige Weise freundlich sein’. lächerlich Adj. ‘zum Lachen reizend, unbedeutend, albern’, mhd. lecherlich ‘lächelnd, ein Lachen zeigend’; nhd. (älter) auch soviel wie ‘zum Lachen aufgelegt’, daneben auch ‘Anlaß zum Lachen gebend’, besonders in der Verbindung sich, jmdn. lächerlich machen. lachhaft Adj. ‘lächerlich, albern’ (19. Jh.), älter lacherhaft (18. Jh.). Lachtaube f. Name einer Taubenart, ostindische Turteltaube (18. Jh.), benannt nach den einem Lachen ähnlichen Gurrlauten.

Verwendungsbeispiele für ›Lachtaube‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein liebevoll ausgestattetes Haus für die obligatorische Lachtaube hockt über der Tür.
Die Zeit, 18.02.1991, Nr. 07
Er zeigt mir die Grünscheitelracke, die Nordafrikanische Lachtaube und den Porphyrnektarvogel.
Die Zeit, 28.10.2013, Nr. 43
In der Menagerie, einem Wunderwerk aus goldenen Gittern, flatterten Lachtauben und Papageien - kicherten, plapperten, neckten.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 616
In der Römerzeit Karpfen, mit den Wikingern kam die Hausratten, im Mittelalter Lachtaube.
Bild, 02.01.2003
Zitationshilfe
„Lachtaube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lachtaube>, abgerufen am 26.05.2020.

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