Lack, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lack(e)s · Nominativ Plural: Lacke
Aussprache
Wortbildung mit ›Lack‹ als Erstglied: ↗Lackaffe · ↗Lackarbeit · ↗Lackfabrik · ↗Lackfarbe · ↗Lackgürtel · ↗Lackkratzer · ↗Lackkunst · ↗Lackleder · ↗Lackmalerei · ↗Lackreiniger · ↗Lackschuh · ↗Lackstiefel · ↗Lacküberzug · ↗lackglänzend · ↗lackrot
 ·  mit ›Lack‹ als Letztglied: ↗Decklack · ↗Fußbodenlack · ↗Karminlack · ↗Klavierlack · ↗Kunstharzlack · ↗Möbellack · ↗Nagellack · ↗Nitrolack · ↗Pianolack · ↗Schutzlack · ↗Speziallack · ↗Zaponlack
eWDG, 1969

Bedeutung

Lösung von Ölen, Harzen oder Kunststoffen, der ein Farbstoff zugesetzt sein kann und die durch Pinseln oder Spritzen auf die Gegenstände aufgebracht wird, um einen festen, dichten und glänzenden Überzug zu bilden
Beispiele:
ein farbiger, gelber, farbloser Lack
den Lack mit dem Pinsel auftragen
Lack aufspritzen
etw. mit Lack streichen
die Möbel mit Lack überziehen
der Lack trocknet (schnell)
der Lack (= Lacküberzug) blättert ab
übertragen
Beispiel:
salopp du kommst einfach zu uns, und fertig ist der Lack! (= und damit gut!)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lack · lacken · lackieren
Lack m. meist mit Farben versetzte Lösung aus Harzen, Asphalten, Pechen, die, auf Holz, Metall aufgetragen, einen glänzenden Oberflächenschutz ergibt, entlehnt im 16. Jh. aus gleichbed. ital. lacca, das wie mlat. laca, lacca, span. laca, mfrz. frz. laque über arab. lakk, pers. lāk auf aind. lākṣā́, rākṣā́ ‘Lack’ zurückgeht; dieses wohl zu verbinden mit aind. rájyati ‘färbt sich, rötet sich, ist rot’ (vgl. Mayrhofer 3, 96). Bestritten wird die Vermutung, aind. lākṣā́ setze eine verlorene Entsprechung des ie. Namens für ↗Lachs (s. d.) fort und beruhe auf *lākṣa- ‘lachsfarben, rot’. Die dt. Belege aus dem 16./17. Jh. verweisen oft auf die Herkunft der Sache, so in Verbindungen wie Florentiner Lack, spanischer Lack. lacken Vb. häufiger lackieren Vb. ‘mit Lack überziehen, anstreichen’ (beide Ende 17. Jh., anfangs auch lacciren, lackziren ‘mit Lack vermischen’); vgl. ital. laccare. In übertragener Verwendung besonders als Part.adj. lackiert im Sinne von ‘geschniegelt, eingebildet’, so in der Verbindung lackierter Affe, gleichbed. mit Lackaffe. S. auch ↗gelackmeiert.

Thesaurus

Synonymgruppe
Lack [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Lötstopplack · Lötstoppmaske · Soldermask · Stopplack
  • Hochglanz... · ↗Klavierlack · ↗Pianolack

Typische Verbindungen
computergeneriert

Chrom Druckfarbe Farbe Firnis Gummi Harz Kleber Klebstoff Kratzer Kunststoff Latex Leder Leim Lösungsmittel Schramme Wachs Wasserbasis abblättern abkratzen abplatzen ankratzen blättern farblos glänzend kratzen kratzfest lichtempfindlich versiegeln wasserlöslich zerkratzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lack‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch der rote Lack gelang ihnen nicht in der ursprünglichen Qualität wie auf den Mustern.
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2001
Früher wäre es mir egal gewesen, aber es war wirklich sehr schlecht für den Lack.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 228
Wenn das Geld knapp wird, platzt allerorten der Lack ab.
Die Zeit, 01.10.1993, Nr. 40
Im Hof steht nur ein beigefarbener »Lada« mit stumpfem Lack.
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 10
Es waren weiße Möbel mit blitzenden Widerscheinen auf dem harten Lack.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 34
Zitationshilfe
„Lack“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lack>, abgerufen am 18.03.2019.

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