Lackmalerei, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lackmalerei · Nominativ Plural: Lackmalereien
Worttrennung Lack-ma-le-rei
Wortzerlegung LackMalerei
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
kunsthandwerkliche Maltechnik, bei der Lack auf einen meist hölzernen oder metallenen Malgrund aufgetragen wird
Grammatik: nur im Singular
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: chinesische, japanische, traditionelle Lackmalerei
Beispiele:
Luo Weidong, 38, Luo Weiguo, 37, und Luo Weibing, 29, in China lebende Künstler, nutzen die traditionelle Lackmalerei zur aktuellen Kritik an der Globalisierung oder dem, was sie dafür halten. Auf mehreren Quadratmeter großen Gemälden prangern sie Ikonen der Konsumgesellschaft an[…] [Der Spiegel, 22.12.2001, Nr. 52]
In der Kunst begegnet man ihnen [Klettergehölzen] häufig auf Blumenkalendern und Wandschirmen, als Lackmalerei oder in kunstvollen Stickereien auf kostbaren No-Gewändern. [Der Tagesspiegel, 14.05.2005]
Um die damals in Europa so beliebte chinesische Lackmalerei zu imitieren, wurden kolorierte Kupferstiche mit verdünntem Leim auf Möbel aufgebracht. Hier sind es amüsante, ziemlich anzügliche Liebesszenen mit einem gehörnten und sich darob vor Wut grün verfärbenden Ehemann. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.1999]
Ergänzend zur Schau im DAM zeigt das benachbarte Museum für Kunsthandwerk Grays frühe Lackarbeiten. Die Lackmalerei, die sie in Paris bei Seizo Sugawara erlernte und die die ersten 25 Jahre ihres Schaffens bestimmte, war es nämlich, die sie zur Gestaltung einiger Interieurs und schliesslich zur Architektur führte. [Neue Zürcher Zeitung, 02.10.1996]
Seit Anf. 20. Jh. wurde auch die alte Lackmalerei wieder gepflegt (nachweisbar seit ca. 9. Jh.; ab 2. Jh. bereits zum Anstrich, für Konservierung und Verzierung von Tempelstatuen, Kult- und Gebrauchsgegenständen angew.). In der Malerei wurden v. a. lackierte Tabletts, Teller mit Landschaftdarstellungen und romant. Tafelbilder angefertigt. [o.A., V, in: Harald Olbrich (Hg.), Lexikon der Kunst Band 1: Stae – Z, Leipzig: Seemann 1994, S. 36968 o.A., Lexikon der Kunst – V, in: Harald Olbrich (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001]
Ein Lackbild
Ein Lackbild
(Politikaner, CC BY-SA 3.0)
2.
in der Maltechnik der Lackmalerei (1) gestaltetes Werk
Beispiele:
Im frisch sanierten Schloss Köpenick waren gestern Lackmalereien und Holztäfelungen, Stuckdecken und Kabinettschränke, Porzellanteller und Spiegelkabinett […] zu besichtigen. [Die Welt, 29.05.2004]
Die drei- bis vierfarbige, Rechteck und Raster sanft umspielende Lackmalerei [von Markus Weggemann] holt mit spiegelnden Oberflächen den Betrachter ins Bild. [Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2002]
Drei Jahre lang hat ein Team von elf Wissenschaftlern[…] Material aus dem In- und Ausland zusammengetragen und es nun über nahezu alle Räume des Schlosses ausgebreitet: Bücher, Landkarten, Stiche, Autographen, Porzellan, Lackmalereien, Möbel, Spiele, Graphik, Bilder […] [Die Zeit, 28.09.1973]

Typische Verbindungen zu ›Lackmalerei‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lackmalerei‹.

Zitationshilfe
„Lackmalerei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lackmalerei>, abgerufen am 30.05.2020.

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