Lackmus, das oder der

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lackmus · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Lackmus · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lackmus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Lack-mus
Herkunft Niederländisch
Wortbildung  mit ›Lackmus‹ als Erstglied: ↗Lackmusflechte · ↗Lackmuspapier · ↗Lackmustest · ↗Lackmustinktur
eWDG, 1969

Bedeutung

blauer Farbstoff der Lackmusflechte
Beispiel:
[die alten Völker] verwendeten vor allem Krapp, Lackmus, Henna und Saflor [ Wissenschaft und Fortschritt1957]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lackmus · Lackmuspapier
Lackmus n. m. als Indikator verwendeter, aus Flechten gewonnener blauer Farbstoff. In den älteren Formen Legmoß, Leckmoß entlehnt (16. Jh.) aus mnl. le(e)cmoes ‘blauer Farbstoff’. Das mnl. Kompositum ist gebildet aus dem Verb mnl. lecken ‘tropfen, rinnen’ (s. ↗lecken1) und aus mnl. moes ‘Brei, gekochtes Gemüse’, hier ‘Pflanzenteig’ (s. ↗Mus). Man ließ aus den zu Mus zerstampften Flechten (auch Lackmusflechten genannt) den Farbstoff abtropfen. Für den Übergang von mnl. le(e)cmoes zu nl. lakmoes, dem das Wort im Dt. seit 1700 folgt, vermutet de Vries Nl. 382 Einfluß von nl. lak ‘Lack’ (s. ↗Lack). Lackmuspapier n. ‘mit Lackmus getränktes Reagenzpapier’ (um 1800).

Verwendungsbeispiel für ›Lackmus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt wird genau gegen Lackmus neutralisiert, mit einigen Gramm Natriumbikarbonat versetzt und ungeachtet des Niederschlags mit Benzol bei 200-300 mm Druck 24 Stunden extrahiert.
Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 418
Zitationshilfe
„Lackmus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lackmus>, abgerufen am 30.10.2020.

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