Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Lade, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lade · Nominativ Plural: Laden
Aussprache  [ˈlaːdə]
Worttrennung La-de
Wortbildung  mit ›Lade‹ als Letztglied: Bettlade · Brotlade · Bundeslade · Innungslade · Kinnlade · Kleiderlade · Opferlade · Schieblade · Schreibtischlade · Schublade · Tischlade · Totenlade · Zunftlade
eWDG

Bedeutungen

1.
herausziehbarer Kasten in Möbelstücken
Beispiele:
die Lade eines Schreibtisches, Nachttisches, Schrankes, einer Kommode
eine Lade aufziehen, herausziehen, öffnen, aufreißen, zuschieben
etw. einer Lade entnehmen
2.
veraltend hölzerner, eckiger, breiter Behälter mit Deckel, Truhe, Kasten
Beispiele:
neben dem Schrank steht eine Lade für Wäsche
den Deckel der Lade zurückklappen
Sie hatte den Brief in einer kleinen lackierten Lade liegen [ G. KellerKammacher6,211]
Religion Bundeslade
Beispiel:
es wird die Lade meines Gottes Jahwe zu schützen wissen [ Feuchtw.Jefta187]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lade f. ‘Behälter, Kasten, Truhe’, mhd. lade, mnd. mnl. lāde, nl. lade, anord. hlaða ‘Scheune, Heuschuppen’, schwed. lada ‘Scheune’ sind Bildungen zu dem unter laden1 (s. d.) behandelten Verb. In neuerer Sprache als Simplex zurücktretend, jedoch geläufig in Zusammensetzungen wie Schublade (s. Schub) und Kinnlade (s. Kinn).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kiste · Lade · Truhe  ●  Schapp  ugs., regional · Schrein  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Lade‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lade‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lade‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und warum holte er fünf Jahre danach das Bild dann doch wieder aus der Lade hervor? [Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 2]
Ohne sie anzusehen, legt er sie zurück in die Lade. [Bachmann, Ingeborg: Malina, Gütersloh: Bertelsmann 1992 [1971], S. 236]
Da diese wieder ergebnislos blieb, kam es in eine Lade. [Die Zeit, 07.07.1955, Nr. 27]
Ich habe die Briefe immer in eine Lade gegeben, was die alles getrieben haben da unten. [Süddeutsche Zeitung, 24.09.2003]
Sie stellte es neben dem Bett auf die große Lade. [Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 214]
Zitationshilfe
„Lade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lade>.

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