Ladekanonier, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ladekanoniers · Nominativ Plural: Ladekanoniere
Aussprache [ˈlaːdəkanoˌniːɐ̯]
Worttrennung La-de-ka-no-nier
Wortzerlegung laden1Kanonier
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Soldat der Artillerie, der für die Einführung von Geschoss und Treibladung ins Geschütz zuständig ist
Beispiele:
Der Richtkanonier war für das Einstellen des Geschützes verantwortlich. Der Verschlusskanonier sorgte für das Funktionieren des Geschützverschlusses sowie die Sauberkeit des Rohrinneren und der Ladekanonier führte Geschoß und Treibladung in den Laderaum des Rohres ein. [Südkurier, 07.07.2017]
Der Geschützführer war in der Regel ein aktiver Luftwaffensoldat, meist auch der Ladekanonier, der die 16 Kilo schweren Granaten in den Geschützverschluss wuchten musste – bei einer Folge von gut zehn Schuss pro Minute echte Schwerarbeit. [Mittelbayerische, 18.11.2017]
Der Fahrer und der Ladekanonier sind für Motor, Getriebe, Laufwerk und Schutzeinrichtung verantwortlich, während der Geschützführer mit dem Richtkanonier den Kampfraum, das Geschütz, das MG, die Optik und das Funkgerät zu warten haben. [Berliner Zeitung, 19.11.1983]
Dann wandern auf den kräftigen Armen der Munitions‑ und Ladekanoniere Granate und Kartusche ins Rohr, beide zusammen wiegen runde 59 Kilogramm. [Berliner Zeitung, 23.02.1967]
Als der beste Ladekanonier der Batterie hab ich’s doch nicht nötig, mich von dem prügeln zu lassen! [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 175]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Ladekanonier“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladekanonier>, abgerufen am 16.05.2021.

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