Laden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ladens · Nominativ Plural: Läden
Nebenform selten Laden · Substantiv · Nominativ Plural: Laden
Aussprache 
Worttrennung La-den
Wortbildung  mit ›Laden‹ als Erstglied: Ladenangestellte · Ladenbesitzer · Ladenbudel · Ladenbudl · Ladendieb · Ladendiebstahl · Ladendienerin · Ladeneinbruch · Ladeneinrichtung · Ladenfenster · Ladenfront · Ladenfräulein · Ladengeschäft · Ladenglocke · Ladenhüter · Ladeninhaber · Ladenjunge · Ladenkasse · Ladenkette · Ladenklingel · Ladenkombinat · Ladenlokal · Ladenmiete · Ladenmädchen · Ladenpassage · Ladenpreis · Ladenschild · Ladenschluss · Ladenschwengel · Ladenstraße · Ladentheke · Ladentisch · Ladentochter · Ladentrakt · Ladentür · Ladenviertel · Ladenzeile · Ladenöffnung · Ladenöffnungszeit · Lädeli · Lädli
 ·  mit ›Laden‹ als Letztglied: 1-Euro-Laden · Andenkenladen · Antiquitätenladen · Barbierladen · Bauchladen · Bioladen · Blechladen · Blumenladen · Buchladen · Bäckerladen · Bücherladen · Delikatessenladen · Delikatessladen · Delikatladen · Discountladen · Dorfladen · Dritte-Welt-Laden · Eckladen · Ein-Euro-Laden · Eine-Welt-Laden · Eineuroladen · Einheitspreisladen · Exquisitladen · Fensterladen · Fleischerladen · Friseurladen · Frisörladen · Gassenladen · Gemischtwarenladen · Gemüseladen · Grünkramladen · Grünzeugladen · Hofladen · Hosenladen · Industrieladen · Juwelierladen · Kaufladen · Kaufmannsladen · Kellerladen · Kettenladen · Kinderladen · Klappladen · Klempnerladen · Kolonialwarenladen · Konditorladen · Konsumladen · Konzeptladen · Kramerladen · Kramladen · Krämerladen · Kulturladen · Lampenladen · Lebensmittelladen · Lottoladen · Menüladen · Metzgerladen · Metzgersladen · Milchladen · Mistladen · Naturkostladen · Neppladen · Obstladen · Parfümerieladen · Pornoladen · Porzellanladen · Ramschladen · Roll-Laden · Rollladen · SB-Laden · Saftladen · Sauladen · Schülerladen · Secondhand-Laden · Secondhandladen · Selbstbedienungsladen · Souvenirladen · Spielzeugladen · Tabakladen · Tante-Emma-Laden · Taschenbuchladen · Textilladen · Textilwarenladen · Trödelladen · Trödlerladen · Türladen · Uhrenladen · Uhrmacherladen · Waffenladen · Zeitungsladen · Zigarrenladen
eWDG

Bedeutungen

1.
außen angebrachte Vorrichtung zum Verschließen der Fenster, die meist aus Holz besteht
Beispiele:
die Läden vorlegen, zurückschlagen, schließen, öffnen
alle Läden waren fest verriegelt
der Wind rüttelte an den Läden
die Läden klapperten
Alle Läden herunter, jede Tür zu [ FrischAndorra10]
aber als sie die Klammern gelöst hatte, riß ihr der Sturm den Laden aus der Hand [ StormSchimmelr.7,269]
Soana … mit seiner Kirche und einigen mit grünen Läden geschmückten, hübschen Bürgerhäusern [ G. Hauptm.Ketzer4,96]
2.
Raum mit Schaufenster, in dem Waren verkauft werden, Geschäft
Grammatik: Plural ‘Läden’
Beispiele:
neue, große, gutgeführte Läden
die eleganten Läden in der Hauptstraße, am Markt
der Laden an der Ecke
ein Laden mit, für Selbstbedienung
ein Laden für Trikotagen, Haushaltswaren, Lebensmittel, Gemüse
ein erleuchteter Laden
einen Laden neu eröffnen, einrichten
der Laden wird um acht Uhr geöffnet
umgangssprachlichder Laden wird um acht Uhr aufgemacht
dieser Laden schließt bereits um 18 Uhr
es eilte, sonst würden ihm die Läden vor der Nase geschlossen [ FrischStiller345]
3.
salopp, übertragen Unternehmen, Betrieb
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
wenn er nicht da ist, stockt der ganze Laden, steht der ganze Laden still
er hat wieder Schwung in den Laden gebracht
wenn wir das nicht schaffen, können wir den Laden zumachen (= sind wir erledigt)
der Laden klappt, funkt (= die Sache ist in Ordnung, das Unternehmen läuft gut)
ich kenne doch den Laden
wir werden den Laden schon schmeißen (= werden das schon schaffen)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Laden · Kaufladen · Fensterladen · Ladenhüter · Ladentisch
Laden m. ‘Verkaufsraum’, mhd. lade, laden ‘Brett, Bohle, Fensterladen’, frühnhd. ‘Kaufladen’, mnd. lāde ‘Auslagebrett, Verkaufsstand’, ohne unmittelbare Entsprechung in den übrigen germ. Sprachen. Das Wort gehört vielleicht zu den unter Latte (s. d.) dargestellten Wortformen; es bezeichnet zunächst ein ‘starkes Brett’, dann etw. ‘aus Brettern Gefertigtes’, so den ‘Verkaufstisch’ und den ‘Außenverschluß der Fenster’. In der Bedeutung ‘Verkaufsraum, Geschäft’, die seit Anfang des 15. Jhs. auftritt, setzt sich Laden gegen konkurrierende Bezeichnungen wie Gewölbe durch. Kaufladen m. (15. Jh.). Fensterladen m. (17. Jh.). Ladenhüter m. ‘schwer verkäufliche Ware’ (17. Jh.), offenbar Übersetzung von gleichbed. frz. gardeboutique, garde-magasin. Ladentisch m. ‘Verkaufstisch’ (19. Jh.).

laden1 · beladen · entladen · Ladung
laden1 Vb. ‘eine Last auf ein Transportmittel bringen, (eine Feuerwaffe) mit Munition versehen’, ahd. (h)ladan (8. Jh.), mhd. laden, anord. hlaða, got. afhlaþan sowie (mit grammatischem Wechsel) asächs. hladan, mnd. mnl. lāden, nl. laden, aengl. hladan, engl. to lade lassen sich vergleichen mit aslaw. klasti ‘legen, laden’, russ. klast’ (класть) ‘legen’ und auf eine Dentalerweiterung ie. *klāt- bzw. *klād(h)- der Wurzel ie. *klā- ‘breit hinlegen’, wozu lit. klóti ‘hin-, ausbreiten, überdecken’, zurückführen (s. auch das zugehörige Last). Die in neuerer Sprache verselbständigte Bedeutung ‘eine Feuerwaffe mit Munition versehen’ (15. Jh.) geht auf das Laden großer Kanonen zurück. Hierzu stellen sich jüngere übertragene Verwendungen wie (mit Strom, Energie) laden, (mit Haß, Wut) geladen sein. beladen Vb. ‘mit Ladung versehen, belasten’, ahd. bi(h)ladan (9. Jh.), mhd. beladen, auch reflexiv ‘auf sich nehmen’. entladen Vb. ‘von der Ladung befreien, ausladen’, ahd. int(h)ladan (um 1000), mhd. entladen. Ladung f. ‘das Aufladen, das Aufgeladene, Fracht, Auffüllung’ (15. Jh.), ‘Sprengstoff, der ein Geschoß treibt’ (16. Jh.).

laden2 · einladen · vorladen
laden2 Vb. ‘zum Kommen auffordern, zu Gast bitten’, ahd. ladōn (8. Jh.), mhd. laden, asächs. laðian, mnd. mnl. lāden, nl. (älter) laden, aengl. laþian, anord. laða, got. laþōn. Vgl. dazu aengl. laþung ‘Einladung, Versammlung’, anord. lǫð ‘Einladung’, got. laþōns ‘Einladung, Berufung’. Herkunft unbekannt; alle Deutungsversuche sind unsicher. Zu dem im Ahd. schwachen Verb treten im Mhd. unter Einfluß von nicht verwandtem laden1 starke Präteritalformen. einladen Vb. ‘(als Gast) zu sich bitten, zur Teilnahme an etw. auffordern’, ahd. inladōn (10./11. Jh.), mhd. īnladen. vorladen Vb. ‘auffordern, vor Gericht zu erscheinen’, ahd. foraladōn (10./11. Jh.), furiladōn (11. Jh.), mhd. vürladen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einzelhandelsgeschäft · Geschäft · Handel (für) · Handlung · Laden · Ladengeschäft  ●  Detailgeschäft  schweiz. · Kauf(manns)laden  veraltend · Shop  engl. · Store  engl.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bude · Kleinbetrieb · Laden (leicht abwertend)  ●  Budike  ugs., berlinerisch · Klitsche  ugs., abwertend · Saftladen  ugs., abwertend
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Anstalt · Einrichtung · Institut · Institution · Organisation · feste Einrichtung  ●  Laden  ugs., salopp
Oberbegriffe
Ökonomie
Synonymgruppe
Betrieb · Firma · Unternehmen  ●  Fa.  Abkürzung · Laden  ugs., salopp
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Laden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Laden‹.

Verwendungsbeispiele für ›Laden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für das zusätzlich verdiente Geld können sie dann im nächsten Laden mindere Qualitäten erwerben. [Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 35]
In den meisten Fällen konnte ich mich nicht von dem Buch trennen, und der Kunde verließ verärgert den Laden. [Neue Rundschau, 1971, Nr. 3, Bd. 82]
Und das ist auch bitter notwendig, denn sonst fliegt uns der ganze Laden bald um die Ohren. [Der Spiegel, 10.08.1998]
Er lädt alle Kinder ein, sich an dem Obst im Laden zu bedienen. [Fath, Rolf: Werke - A. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 53]
Allerdings wünscht er sich eine stärkere thematische Spezialisierung der einzelnen Läden. [Die Zeit, 17.02.2000, Nr. 8]
Zitationshilfe
„Laden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Laden>.

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