Ladenschlussgesetz, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ladenschlussgesetzes · Nominativ Plural: Ladenschlussgesetze
Worttrennung La-den-schluss-ge-setz
Wortzerlegung LadenschlussGesetz
Ungültige Schreibung Ladenschlußgesetz
Rechtschreibregeln § 25 (E1)
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutung

Gesetz zur Regelung der Öffnungszeiten von Verkaufsstellen und der Arbeitszeit von in Verkaufsstellen beschäftigten Arbeitnehmern
Der Begriff Ladenschlussgesetz ist in Deutschland die gebräuchliche, inoffizielle Kurzbezeichnung des (Bundes)gesetzes über den Ladenschluss und wird darüber hinaus gelegentlich auch als inoffizielle Kurzbezeichnung für eine Reihe von ähnlichen Landesgesetzen mit eigentlich anderslautender Kurzbezeichnung (wie Ladenöffnungsgesetz oder Ladenöffnungszeitengesetz) verwendet. Eine Ausnahme davon bildet lediglich Bremen, wo das Bremische Ladenschlussgesetz gilt und der Begriff damit Teil der offiziellen Bezeichnung des entsprechenden Gesetzes ist.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: das neue, geltende, novellierte, geänderte, überholte, gelockerte, liberalisierte Ladenschlussgesetz
als Akkusativobjekt: das Ladenschlussgesetz abschaffen, aufheben, kippen, ändern, umgehen, aushebeln, verteidigen
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Verstoß gegen das Ladenschlussgesetz; die Diskussion, Debatte um das Ladenschlussgesetz
als Aktiv-/Passivsubjekt: das Ladenschlussgesetz erlaubt etw.
als Genitivattribut: die Abschaffung, Änderung, Liberalisierung, Lockerung, Aufhebung, Reform, Novellierung, Neuregelung, Aushöhlung des Ladenschlussgesetzes
Beispiele:
Das Ladenschlussgesetz lässt bis auf Ausnahmen nur Öffnungszeiten werktags bis 20 Uhr und sonnabends bis 16 Uhr zu. [Der Tagesspiegel, 28.10.2000]
In den zehn Jahren seit der Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes ist ein fast undurchschaubares Dickicht aus Regelungen und Ausnahmen entstanden. Zwar sind in den meisten Bundesländern offiziell vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlaubt. Aber es herrschen diverse Ausnahmeregelungen, die von Land zu Land höchst unterschiedlich ausfallen und interpretiert werden. [Süddeutsche Zeitung, 26.11.2016]
Das Berliner Ladenschlussgesetz geht deutlich über die Regelungen anderer Bundesländer hinaus und lässt verkaufsoffene Sonntage bis zu zehn Mal im Jahr zu, darunter an allen vier Adventswochenenden. [Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2009]
Nach dem neuen Ladenschlussgesetz [dem Gesetz über die Ladenöffnung] dürfen auch Blumenläden in Baden‑Württemberg am Pfingstsonntag nicht öffnen. [Süddeutsche Zeitung, 18.04.2008]
Nach dem Ladenschlussgesetz dürfen Tankstellen Reisebedarf in kleinen Mengen täglich rund um die Uhr verkaufen. [Süddeutsche Zeitung, 24.01.2000]
Die Industrie fordert, ebenso wie die Verbraucher, eine Aufhebung des Ladenschlußgesetzes, zumindest aber verlängerte Öffnungszeiten. Ihr Argument lautet ebenfalls, der Käufer habe zu wenig Zeit zum Einkaufen. Ihre Gedanken gehen dabei jedoch in eine andere Richtung. Die Industrie rechnet sich eine Chance aus, bei längeren Verkaufszeiten größere Warenmengen absetzen zu können. [Die Zeit, 13.03.1964, Nr. 11]

Thesaurus

Synonymgruppe
Ladenschlussgesetz · ↗Ladenöffnungsgesetz
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Ladenschlussgesetz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ladenschlußgesetz‹.

Zitationshilfe
„Ladenschlussgesetz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladenschlussgesetz>, abgerufen am 06.06.2020.

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