Ladentisch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ladentisch(e)s · Nominativ Plural: Ladentische
Aussprache  [ˈlaːdn̩ˌtɪʃ]
Worttrennung La-den-tisch
Wortzerlegung  Laden Tisch
eWDG und ZDL

Bedeutung

besonders D-Nordost , D-Mittelost in einem Geschäft aufgestelltes tischartiges Möbel, an dem Geschäfte, vor allem die Ausgabe von Waren und deren Bezahlung, zwischen Verkäufer und Käufer‍(n) abgewickelt werden
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein virtueller Ladentisch
in Präpositionalgruppe/-objekt: etw. unter dem Ladentisch hervorholen; etw. unter den Ladentisch verbannen; etw. über den Ladentisch schieben; Geld auf den Ladentisch blättern
Beispiele:
die Verkäuferin steht hinter dem LadentischWDG
die Verkäuferin breitet die Waren auf dem Ladentisch ausWDG
Ihr ganzes Berufsleben hat Monika R[…] hinter dem Ladentisch gestanden. »Der Umgang mit Kunden liegt mir einfach im Blut«, sagt die Grabowerin. [Schweriner Volkszeitung, 19.12.2020]
So standen […] überwiegend Erwachsene vor den langen Theken und feilschten mit den Anbietern hinter dem Ladentisch. [Modellspielzeug – ein Hobby auch für große Kinder, 21.12.2021, aufgerufen am 22.12.2021]
All jene, die eines der heiß begehrten Tickets ergattern möchten, sollten pünktlich sein – der virtuelle Ladentisch öffnet s[…] genau am 1. Dezember 2014 um 18 Uhr. [Leipziger Volkszeitung, 28.11.2014]
Im Vergleich zum Winter 2003 sei häufiger kassiert, letztlich aber weniger Geld über den Ladentisch gegangen. [Leipziger Volkszeitung, 09.02.2004]
Maria stand hinter dem Ladentisch, bediente jenen Teil der alten Kundschaft, der noch im Lande war und versuchte mit mühsamem Polnisch die Wünsche der neuzugezogenen Kunden zu erfahren. [Grass, Günter: Die Blechtrommel. Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 515]
Am Ladentisch, hinter einem erhöhten Aufbau, der als Kasse diente, sass halb verschlafen ein Bediensteter der Konditorei in zweifelhaft weisser Konditortracht. [Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 17617]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Laden · Kaufladen · Fensterladen · Ladenhüter · Ladentisch
Laden m. ‘Verkaufsraum’, mhd. lade, laden ‘Brett, Bohle, Fensterladen’, frühnhd. ‘Kaufladen’, mnd. lāde ‘Auslagebrett, Verkaufsstand’, ohne unmittelbare Entsprechung in den übrigen germ. Sprachen. Das Wort gehört vielleicht zu den unter Latte (s. d.) dargestellten Wortformen; es bezeichnet zunächst ein ‘starkes Brett’, dann etw. ‘aus Brettern Gefertigtes’, so den ‘Verkaufstisch’ und den ‘Außenverschluß der Fenster’. In der Bedeutung ‘Verkaufsraum, Geschäft’, die seit Anfang des 15. Jhs. auftritt, setzt sich Laden gegen konkurrierende Bezeichnungen wie Gewölbe durch. Kaufladen m. (15. Jh.). Fensterladen m. (17. Jh.). Ladenhüter m. ‘schwer verkäufliche Ware’ (17. Jh.), offenbar Übersetzung von gleichbed. frz. gardeboutique, garde-magasin. Ladentisch m. ‘Verkaufstisch’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ladentisch · Theke · Tresen · Verkaufstisch
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Ladentisch‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ladentisch‹.

Zitationshilfe
„Ladentisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladentisch>, abgerufen am 28.01.2022.

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