Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ladung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ladung · Nominativ Plural: Ladungen
Aussprache  [ˈlaːdʊŋ]
Worttrennung La-dung
Wortzerlegung laden1 -ung
eWDG

Bedeutungen

1.
das Aufgeladene, die Fracht
Beispiele:
die Ladung des Lastwagens bestand aus Kisten
eine wertvolle, leichte, schwere Ladung
das Schiff löscht seine Ladung (= lädt sie aus)
der Frachter übernahm eine Ladung Apfelsinen
2.
Physik die auf einem Körper vorhandene positive oder negative Elektrizitätsmenge
Beispiele:
die Ladung eines Blitzes
Dabei tritt an die Stelle der Gravitationskraft die Anziehung der entgegengesetzten Ladungen des Kerns und der Elektronen [ PlanckWeltbild27]
3.
Militär abgemessene Menge Sprengstoff, Munition
Beispiele:
Man muß, wenn man sprengen will, nur wissen, wo man die Ladung anbringt und wie stark sie sein muß [ BöllBillard75]
im Vorbeilaufen fliegen geballte Ladungen in die Unterstände [ RemarqueIm Westen120]
nun hat sie 'ne Ladung Schrot im Gesäß, statt den Hasen in der Tasche [ ViebigSchlafendes Heer139]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

laden1 · beladen · entladen · Ladung
laden1 Vb. ‘eine Last auf ein Transportmittel bringen, (eine Feuerwaffe) mit Munition versehen’, ahd. (h)ladan (8. Jh.), mhd. laden, anord. hlaða, got. afhlaþan sowie (mit grammatischem Wechsel) asächs. hladan, mnd. mnl. lāden, nl. laden, aengl. hladan, engl. to lade lassen sich vergleichen mit aslaw. klasti ‘legen, laden’, russ. klast’ (класть) ‘legen’ und auf eine Dentalerweiterung ie. *klāt- bzw. *klād(h)- der Wurzel ie. *klā- ‘breit hinlegen’, wozu lit. klóti ‘hin-, ausbreiten, überdecken’, zurückführen (s. auch das zugehörige Last). Die in neuerer Sprache verselbständigte Bedeutung ‘eine Feuerwaffe mit Munition versehen’ (15. Jh.) geht auf das Laden großer Kanonen zurück. Hierzu stellen sich jüngere übertragene Verwendungen wie (mit Strom, Energie) laden, (mit Haß, Wut) geladen sein. beladen Vb. ‘mit Ladung versehen, belasten’, ahd. bi(h)ladan (9. Jh.), mhd. beladen, auch reflexiv ‘auf sich nehmen’. entladen Vb. ‘von der Ladung befreien, ausladen’, ahd. int(h)ladan (um 1000), mhd. entladen. Ladung f. ‘das Aufladen, das Aufgeladene, Fracht, Auffüllung’ (15. Jh.), ‘Sprengstoff, der ein Geschoß treibt’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Ladung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ladung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ladung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Besonders dramatisch wirkt sich der Verlust negativer Ladungen an dem kleinen mittleren Ring aus. [Zimmermann, Herbert: Molekulare Funktionsträger der Nervenzelle. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 40]
Inzwischen wird wenigstens die Ladung fertig, man übernimmt eben den Rest. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 126]
Dort eingebrachte Ladungen bleiben wegen der elektrischen Isolation durch das Oxid gefangen: der Speicher ist nichtflüchtig. [C't, 1995, Nr. 9]
Wenn er schon so fragte, hatte es sicher beträchtliche Ladung. [C't, 1995, Nr. 2]
Neben Lösungen mit positiver Ladung ergaben sich aus ihr auch solche mit negativer. [Die Zeit, 12.01.1996, Nr. 3]
Zitationshilfe
„Ladung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladung#1>.

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Ladung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ladung · Nominativ Plural: Ladungen
Aussprache  [ˈlaːdʊŋ]
Worttrennung La-dung
Wortzerlegung laden2 -ung
eWDG

Bedeutung

Jura Vorladung
entsprechend der Bedeutung von laden² (2)
Beispiele:
eine Ladung an jmdn. ergehen lassen
die Ladung des Beklagten, eines Zeugen
einer Ladung Folge leisten

Typische Verbindungen zu ›Ladung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ladung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ladung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Besonders dramatisch wirkt sich der Verlust negativer Ladungen an dem kleinen mittleren Ring aus. [Zimmermann, Herbert: Molekulare Funktionsträger der Nervenzelle. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 40]
Inzwischen wird wenigstens die Ladung fertig, man übernimmt eben den Rest. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 126]
Dort eingebrachte Ladungen bleiben wegen der elektrischen Isolation durch das Oxid gefangen: der Speicher ist nichtflüchtig. [C't, 1995, Nr. 9]
Wenn er schon so fragte, hatte es sicher beträchtliche Ladung. [C't, 1995, Nr. 2]
Neben Lösungen mit positiver Ladung ergaben sich aus ihr auch solche mit negativer. [Die Zeit, 12.01.1996, Nr. 3]
Zitationshilfe
„Ladung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladung#2>.

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