Ladung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ladung · Nominativ Plural: Ladungen
Aussprache
WorttrennungLa-dung (computergeneriert)
Wortzerlegungladen1-ung
Wortbildung mit ›Ladung‹ als Erstglied: ↗Ladungsträger  ·  mit ›Ladung‹ als Letztglied: ↗Atomladung · ↗Batterieladung · ↗Beiladung · ↗Deckladung · ↗Decksladung · ↗Dynamitladung · ↗Elektrizitätsladung · ↗Elementarladung · ↗Extraladung · ↗Holzladung · ↗Kartätschenladung · ↗Kernladung · ↗Kohlenladung · ↗Nutzladung · ↗Pulverladung · ↗Schiffsladung · ↗Schrotladung · ↗Schrottladung · ↗Sprengladung · ↗Stromladung · ↗Stückladung · ↗Treibladung · ↗Wagenladung · ↗Waggonladung · ↗Wagonladung · ↗Warenladung · ↗Zugladung · ↗Zündladung
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
das Aufgeladene, die Fracht
Beispiele:
die Ladung des Lastwagens bestand aus Kisten
eine wertvolle, leichte, schwere Ladung
das Schiff löscht seine Ladung (= lädt sie aus)
der Frachter übernahm eine Ladung Apfelsinen
2.
Physik die auf einem Körper vorhandene positive oder negative Elektrizitätsmenge
Beispiele:
die Ladung eines Blitzes
Dabei tritt an die Stelle der Gravitationskraft die Anziehung der entgegengesetzten Ladungen des Kerns und der Elektronen [PlanckWeltbild27]
3.
Militär abgemessene Menge Sprengstoff, Munition
Beispiele:
Man muß, wenn man sprengen will, nur wissen, wo man die Ladung anbringt und wie stark sie sein muß [BöllBillard75]
im Vorbeilaufen fliegen geballte Ladungen in die Unterstände [RemarqueIm Westen120]
nun hat sie 'ne Ladung Schrot im Gesäß, statt den Hasen in der Tasche [ViebigSchlafendes Heer139]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

laden1 · beladen · entladen · Ladung
laden1 Vb. ‘eine Last auf ein Transportmittel bringen, (eine Feuerwaffe) mit Munition versehen’, ahd. (h)ladan (8. Jh.), mhd. laden, anord. hlaða, got. afhlaþan sowie (mit grammatischem Wechsel) asächs. hladan, mnd. mnl. lāden, nl. laden, aengl. hladan, engl. to lade lassen sich vergleichen mit aslaw. klasti ‘legen, laden’, russ. klast’ (класть) ‘legen’ und auf eine Dentalerweiterung ie. *klāt- bzw. *klād(h)- der Wurzel ie. *klā- ‘breit hinlegen’, wozu lit. klóti ‘hin-, ausbreiten, überdecken’, zurückführen (s. auch das zugehörige ↗Last). Die in neuerer Sprache verselbständigte Bedeutung ‘eine Feuerwaffe mit Munition versehen’ (15. Jh.) geht auf das Laden großer Kanonen zurück. Hierzu stellen sich jüngere übertragene Verwendungen wie (mit Strom, Energie) laden, (mit Haß, Wut) geladen sein. beladen Vb. ‘mit Ladung versehen, belasten’, ahd. bi(h)ladan (9. Jh.), mhd. beladen, auch reflexiv ‘auf sich nehmen’. entladen Vb. ‘von der Ladung befreien, ausladen’, ahd. int(h)ladan (um 1000), mhd. entladen. Ladung f. ‘das Aufladen, das Aufgeladene, Fracht, Auffüllung’ (15. Jh.), ‘Sprengstoff, der ein Geschoß treibt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestückung · ↗Füllung · Ladung
Synonymgruppe
Einladung · Ladung · ↗Vorladung
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Fuhre · Ladung · ↗Wagenladung (voll)  ●  ↗(das) Fuder  fachspr., veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bord Elektron Frachter Großhandelsverkaufspreis Haftantritt Lastwagen Lkw Löschen Schiff Strafantritt Teilchen Tonne Zeuge abbekommen abpumpen brisant elektrisch entgegengesetzt ergießen explosiv geballt löschen negativ transportieren umladen ungesichert verrutschen verrutscht wertvoll zustellen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ladung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Ladung kam erst gar nicht vom Kai los.
Die Welt, 08.11.2003
Bei solchen Kooperationen kommt eine geballte Ladung großer Namen aus den letzten Jahren zusammen.
Der Tagesspiegel, 01.10.2001
Besonders dramatisch wirkt sich der Verlust negativer Ladungen an dem kleinen mittleren Ring aus.
Zimmermann, Herbert: Molekulare Funktionsträger der Nervenzelle. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 40
Inzwischen wird wenigstens die Ladung fertig, man übernimmt eben den Rest.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 126
Besonders bei nach hinten hinausragender Ladung muß darauf geachtet werden.
o. A.: Verkehrskunde für die Führerscheinklassen 1-3-4, Remagen: Verkehrs-Verl. 1965, S. 104
Zitationshilfe
„Ladung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladung#1>, abgerufen am 24.05.2019.

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Ladung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ladung · Nominativ Plural: Ladungen
Aussprache
WorttrennungLa-dung (computergeneriert)
Wortzerlegungladen2-ung
eWDG, 1969

Bedeutung

Jura Vorladung
entsprechend der Bedeutung von laden2 (Lesart 2)
Beispiele:
eine Ladung an jmdn. ergehen lassen
die Ladung des Beklagten, eines Zeugen
einer Ladung Folge leisten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

laden1 · beladen · entladen · Ladung
laden1 Vb. ‘eine Last auf ein Transportmittel bringen, (eine Feuerwaffe) mit Munition versehen’, ahd. (h)ladan (8. Jh.), mhd. laden, anord. hlaða, got. afhlaþan sowie (mit grammatischem Wechsel) asächs. hladan, mnd. mnl. lāden, nl. laden, aengl. hladan, engl. to lade lassen sich vergleichen mit aslaw. klasti ‘legen, laden’, russ. klast’ (класть) ‘legen’ und auf eine Dentalerweiterung ie. *klāt- bzw. *klād(h)- der Wurzel ie. *klā- ‘breit hinlegen’, wozu lit. klóti ‘hin-, ausbreiten, überdecken’, zurückführen (s. auch das zugehörige ↗Last). Die in neuerer Sprache verselbständigte Bedeutung ‘eine Feuerwaffe mit Munition versehen’ (15. Jh.) geht auf das Laden großer Kanonen zurück. Hierzu stellen sich jüngere übertragene Verwendungen wie (mit Strom, Energie) laden, (mit Haß, Wut) geladen sein. beladen Vb. ‘mit Ladung versehen, belasten’, ahd. bi(h)ladan (9. Jh.), mhd. beladen, auch reflexiv ‘auf sich nehmen’. entladen Vb. ‘von der Ladung befreien, ausladen’, ahd. int(h)ladan (um 1000), mhd. entladen. Ladung f. ‘das Aufladen, das Aufgeladene, Fracht, Auffüllung’ (15. Jh.), ‘Sprengstoff, der ein Geschoß treibt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestückung · ↗Füllung · Ladung
Synonymgruppe
Einladung · Ladung · ↗Vorladung
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Fuhre · Ladung · ↗Wagenladung (voll)  ●  ↗(das) Fuder  fachspr., veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bord Elektron Frachter Großhandelsverkaufspreis Haftantritt Lastwagen Lkw Löschen Schiff Strafantritt Teilchen Tonne Zeuge abbekommen abpumpen brisant elektrisch entgegengesetzt ergießen explosiv geballt löschen negativ transportieren umladen ungesichert verrutschen verrutscht wertvoll zustellen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ladung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Ladung kam erst gar nicht vom Kai los.
Die Welt, 08.11.2003
Bei solchen Kooperationen kommt eine geballte Ladung großer Namen aus den letzten Jahren zusammen.
Der Tagesspiegel, 01.10.2001
Besonders dramatisch wirkt sich der Verlust negativer Ladungen an dem kleinen mittleren Ring aus.
Zimmermann, Herbert: Molekulare Funktionsträger der Nervenzelle. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 40
Inzwischen wird wenigstens die Ladung fertig, man übernimmt eben den Rest.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 126
Besonders bei nach hinten hinausragender Ladung muß darauf geachtet werden.
o. A.: Verkehrskunde für die Führerscheinklassen 1-3-4, Remagen: Verkehrs-Verl. 1965, S. 104
Zitationshilfe
„Ladung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ladung#2>, abgerufen am 24.05.2019.

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