Lama, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lamas · Nominativ Plural: Lamas
Aussprache 
Worttrennung La-ma
Herkunft indianische Sprachen → Spanisch
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutungen

Lama
Lama
(Erik Christensen, CC BY-SA 3.0)
1.
(besonders in den Anden heimisches) als Haustier gehaltenes, höckerloses Kamel, das Milch, Fleisch und Wolle liefert
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein spuckendes, wildes Lama
als Akkusativobjekt: Lamas einfangen, züchten
in Koordination: Lamas und Alpakas, Kamele
Beispiele:
Mittlerweile gibt es in Österreich offiziell etwa 3000 Alpakas und Lamas, die beide zur Gattung der Neuweltkameliden zählen. [Der Standard, 10.09.2015]
Das in Bolivien verbreitete Lama »mit niedrigem Fettanteil« sei »vorteilhaft« für die Gesundheit, wenn es in Maßen verzehrt werde[…]. [Die Zeit, 27.10.2015 (online)]
Anschauliche Vertreter der Spezies Haustier […] sind Lamas und Alpakas aus Südamerika, die als Lasttiere oder ihrer Wolle wegen aus dem ebenfalls im Zoo lebenden Guanako gezüchtet wurden. [Frankfurter Rundschau, 17.02.1997]
2.
flanellartiger Stoff aus (Baum-)‍Wolle für Mäntel, Decken, Futter
Beispiel:
Wer noch auf der Suche nach der richtigen Zudecke […] auf dem Sofa ist, könnte mit »Arabella« aus dem Hause Steiner auf Tuchfühlung gehen, schließlich beschäftigt man sich dort […] mit feinen Stoffen wie Schurwolle, Merino, Lama oder Alpaka. [Der Standard, 22.08.2005]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lama n. Der Name der südamerikanischen Kamelart, des höckerlosen Schafkamels, wird aus den Eingeborenensprachen Perus (den Ketschua-Mundarten) von den Spaniern entlehnt und über span. llama vielen europ. Sprachen (vgl. engl. llama, älter auch glama, frz. lama) vermittelt; im Dt. seit dem 16. Jh. nachweisbar.

Typische Verbindungen zu ›Lama‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lama‹.

Zitationshilfe
„Lama“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lama#1>, abgerufen am 30.05.2020.

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Lama, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lama/Lamas · Nominativ Plural: Lamas
Worttrennung La-ma
Herkunft Tibetisch
Wortbildung  mit ›Lama‹ als Grundform: ↗Lamaismus
eWDG, 1969

Bedeutung

buddhistischer Priester, Mönch in Tibet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lama n. Der Name der südamerikanischen Kamelart, des höckerlosen Schafkamels, wird aus den Eingeborenensprachen Perus (den Ketschua-Mundarten) von den Spaniern entlehnt und über span. llama vielen europ. Sprachen (vgl. engl. llama, älter auch glama, frz. lama) vermittelt; im Dt. seit dem 16. Jh. nachweisbar.

Typische Verbindungen zu ›Lama‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lama‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lama‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Stolz verweist er auf das sommerliche Festival des Europäischen Films von Lama.
Der Tagesspiegel, 19.03.1999
Zweifelsohne fürchten wir uns mehr vor den Lamas als sie sich vor uns.
Die Zeit, 26.02.1998, Nr. 10
Erstmals lag die Verbindung politischer und religiöser Macht in den Händen von Lamas.
Everding, Karl-Heinz: Tibet. In: Notz, Klaus-Josef (Hg.) Lexikon des Buddhismus, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 6436
Zum erhabenen Brahma betet jeder Lama weit in Tibet ein Gebet.
Tucholsky, Kurt: Die Mühle. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 28871
Wenn er sprach, zuckten seine Augenwinkel, und die dünnen Lippen wölbten sich vor wie bei einem Lama, das im Begriff ist, zu spucken.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 79
Zitationshilfe
„Lama“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lama#2>, abgerufen am 30.05.2020.

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