Lampe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lampe · Nominativ Plural: Lampen
Aussprache
WorttrennungLam-pe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Lampe‹ als Erstglied: ↗Lampenfieber · ↗Lampengestell · ↗Lampenglocke · ↗Lampenladen · ↗Lampenlicht · ↗Lampenputzer · ↗Lampenschale · ↗Lampenschein · ↗Lampenschirm · ↗Lämpchen · ↗Lämplein
 ·  mit ›Lampe‹ als Letztglied: ↗Arbeitslampe · ↗Astrallampe · ↗Blitzlampe · ↗Blitzlichtlampe · ↗Bogenlampe · ↗Bronzelampe · ↗Bürolampe · ↗Deckenlampe · ↗Dielenlampe · ↗Energiesparlampe · ↗Gaslampe · ↗Glimmlampe · ↗Glühfadenlampe · ↗Glühlampe · ↗Grubenlampe · ↗Halogenlampe · ↗Handlampe · ↗Hängelampe · ↗Infrarotlampe · ↗Jupiterlampe · ↗Karbidlampe · ↗Kohlefadenlampe · ↗Kohlenfadenlampe · ↗Kontroll-Lampe · ↗Kontrolllampe · ↗Kugellampe · ↗Küchenlampe · ↗LED-Lampe · ↗Lavalampe · ↗Leselampe · ↗Leuchstofflampe · ↗Lötlampe · ↗Nachttischlampe · ↗Neonlampe · ↗Notlampe · ↗Operationslampe · ↗Pendellampe · ↗Petroleumlampe · ↗Positionslampe · ↗Richtlampe · ↗Rotlichtlampe · ↗Schirmlampe · ↗Schreibtischlampe · ↗Sicherheitslampe · ↗Signallampe · ↗Solluxlampe · ↗Stablampe · ↗Taschenlampe · ↗Wetterlampe · ↗Wunderlampe · ↗Zuglampe · ↗Öllampe
 ·  formal verwandt mit: ↗Altarlämpchen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
in einem Gestell eingebaute, künstliche Lichtquelle
Beispiele:
die Lampe einschalten, ausschalten
eine helle, grelle, elektrische, moderne Lampe
die Lampe brennt, leuchtet
die Lampe konnte den Raum nur schwach erhellen
der trauliche Schein der Lampe
beim Licht dieser Lampe kann man das nicht erkennen
unter der, bei der Lampe sitzen
der Eisenbahner schwenkte als Signal eine Lampe
die Lampe (= Petroleumlampe) putzen, anstecken, mit Petroleum füllen
Religion die Ewige Lampe
Ich will dann wieder die Lampe (= Grubenlampe) nehmen (= als Bergmann arbeiten) [MarchwitzaJugend223]
2.
Glühlampe
Beispiele:
eine neue Lampe einschrauben
die Lampe auswechseln
die Lampe ist durchgebrannt
3.
Brenner
Beispiele:
vor der Lampe geblasenes Glas
etw. mit der Lampe (= Lötlampe) löten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lampe1 · Lampenfieber
Lampe1 f. ‘eine Lichtquelle enthaltendes Gerät, Leuchte’, mhd. lampe ist (wie mnd. mnl. lampe, engl. lamp) Entlehnung von afrz. (frz.) lampe, das wohl, ebenso wie gleichbed. ital. lampada, span. lámpara (älter lámpada), auf (besonders in späten Texten bezeugtes) vlat. lampada bzw. auf die aus dem Griech. übernommene Akkusativform lat. lampada von lat. lampas (Genitiv lampadis) ‘Fackel, Leuchte, Leuchter’ zurückgeht (der FEW 5, 145 vorgeschlagene Ansatz eines spätlat. *lampa als Ausgangsform für das Frz. erscheint unnötig). Lat. lampas beruht auf griech. lampás, Genitiv lampádos (λαμπάς, λαμπάδος) ‘Fackel’, einer Ableitung von griech. lámpein (λάμπειν) ‘leuchten, strahlen’ (woraus spätlat. lampāre ‘leuchten, glänzen’), zu dem auch griech. lamptḗr (λαμτήρ) ‘Leuchter, Fackel, Laterne’ gehört, das in ↗Laterne (s. d.) weiterlebt. Neben mhd. lampe (aus dem Afrz.) ist auch unmittelbar aus dem Lat. stammendes mhd. lampāde belegt (vgl. entsprechendes mnl. lampade, lampde, lampte). Lampe, zunächst vereinzelt obd. (13. Jh.) für ‘Glutpfanne’ bezeugt, bleibt bis Ende des 15. Jhs. in der Bedeutung ‘Glas- oder Tongefäß mit in Öl schwimmendem Docht’ fast ausschließlich auf das Md. beschränkt und setzt sich mit Luthers Bibelübersetzung seit dem 16. Jh. allmählich gegen ↗Ampel (s. d.) durch. Unterschiedliche Verwendungszwecke und technische Entwicklungen führen zu zahlreichen Zusammensetzungen, z. B. Gas-, Hänge-, Karbid-, Löt-, Petroleum-, Stehlampe. Terminologisch steht Lampe (verkürzt aus Glühlampe) für das in der Fachsprache gemiedene ↗Glühbirne (s. d.). Lampenfieber n. ‘Aufregung vor einem (ersten) öffentlichen Auftreten’ (Mitte 19. Jh.); der Ausdruck entstammt dem Bühnenjargon (vgl. die Lampen Plur. ‘an der Rampe angebrachte Bühnenbeleuchtung, Rampenlicht’); vergleichbar ist älteres Kanonenfieber (bei Goethe in der Schilderung der Kanonade von Valmy).

Lampe2 m. ehemals Kurzform des Personennamens Lambert, Lamprecht, ahd. Lantberaht. Im Tierepos und in der Fabel wird der Name auf den Hasen übertragen (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beleuchtungskörper  fachspr. · Lampe  fachspr. · ↗Leuchtkörper  fachspr. · ↗Leuchtmittel  fachspr., Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Lampe · ↗Licht  ●  ↗Latüchte  ugs., norddeutsch · ↗Leuchte  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bankhaus Decke Leuchte Möbel Schein Schirm Teppich Vase anknipsen anschalten anzünden aufleuchten ausknipsen beleuchten blinken blinkend brennen bunt defekt elektrisch erhellen erleuchten erlöschen ewig flackern flackernd glühen grell leuchten rot

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lampe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dennoch handele es sich um zwei gleichberechtigte Partner, betonte Lampe.
Die Welt, 03.02.2003
In Kants Kopf hatte Kant Ordnung gehalten, im Rest der Welt Lampe.
Der Tagesspiegel, 11.01.2001
Dazu halten Sie das Rad mit der zu prüfenden Lampe dicht auf eine helle Wand gerichtet.
Van der Plas, Rob: Das Fahrrad, Ravensburg: Maier 1989, S. 234
Im grünlichen Licht der runden Lampe über dem Tisch gleißen scharfe stechende Reflexe.
Fries, Fritz Rudolf: Der Weg nach Oobliadooh, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1966, S. 74
Auf einem ungehobelten Brett an der Wand steht die Lampe.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 378
Zitationshilfe
„Lampe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lampe#1>, abgerufen am 16.11.2018.

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Lampe, der

GrammatikEigenname (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lampes · Nominativ Plural: Lampes · wird meist im Singular verwendet
WorttrennungLam-pe (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

Meister Lampeim Märchen die Figur des Hasen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lampe1 · Lampenfieber
Lampe1 f. ‘eine Lichtquelle enthaltendes Gerät, Leuchte’, mhd. lampe ist (wie mnd. mnl. lampe, engl. lamp) Entlehnung von afrz. (frz.) lampe, das wohl, ebenso wie gleichbed. ital. lampada, span. lámpara (älter lámpada), auf (besonders in späten Texten bezeugtes) vlat. lampada bzw. auf die aus dem Griech. übernommene Akkusativform lat. lampada von lat. lampas (Genitiv lampadis) ‘Fackel, Leuchte, Leuchter’ zurückgeht (der FEW 5, 145 vorgeschlagene Ansatz eines spätlat. *lampa als Ausgangsform für das Frz. erscheint unnötig). Lat. lampas beruht auf griech. lampás, Genitiv lampádos (λαμπάς, λαμπάδος) ‘Fackel’, einer Ableitung von griech. lámpein (λάμπειν) ‘leuchten, strahlen’ (woraus spätlat. lampāre ‘leuchten, glänzen’), zu dem auch griech. lamptḗr (λαμτήρ) ‘Leuchter, Fackel, Laterne’ gehört, das in ↗Laterne (s. d.) weiterlebt. Neben mhd. lampe (aus dem Afrz.) ist auch unmittelbar aus dem Lat. stammendes mhd. lampāde belegt (vgl. entsprechendes mnl. lampade, lampde, lampte). Lampe, zunächst vereinzelt obd. (13. Jh.) für ‘Glutpfanne’ bezeugt, bleibt bis Ende des 15. Jhs. in der Bedeutung ‘Glas- oder Tongefäß mit in Öl schwimmendem Docht’ fast ausschließlich auf das Md. beschränkt und setzt sich mit Luthers Bibelübersetzung seit dem 16. Jh. allmählich gegen ↗Ampel (s. d.) durch. Unterschiedliche Verwendungszwecke und technische Entwicklungen führen zu zahlreichen Zusammensetzungen, z. B. Gas-, Hänge-, Karbid-, Löt-, Petroleum-, Stehlampe. Terminologisch steht Lampe (verkürzt aus Glühlampe) für das in der Fachsprache gemiedene ↗Glühbirne (s. d.). Lampenfieber n. ‘Aufregung vor einem (ersten) öffentlichen Auftreten’ (Mitte 19. Jh.); der Ausdruck entstammt dem Bühnenjargon (vgl. die Lampen Plur. ‘an der Rampe angebrachte Bühnenbeleuchtung, Rampenlicht’); vergleichbar ist älteres Kanonenfieber (bei Goethe in der Schilderung der Kanonade von Valmy).

Lampe2 m. ehemals Kurzform des Personennamens Lambert, Lamprecht, ahd. Lantberaht. Im Tierepos und in der Fabel wird der Name auf den Hasen übertragen (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beleuchtungskörper  fachspr. · Lampe  fachspr. · ↗Leuchtkörper  fachspr. · ↗Leuchtmittel  fachspr., Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Lampe · ↗Licht  ●  ↗Latüchte  ugs., norddeutsch · ↗Leuchte  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bankhaus Decke Leuchte Möbel Schein Schirm Teppich Vase anknipsen anschalten anzünden aufleuchten ausknipsen beleuchten blinken blinkend brennen bunt defekt elektrisch erhellen erleuchten erlöschen ewig flackern flackernd glühen grell leuchten rot

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lampe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dennoch handele es sich um zwei gleichberechtigte Partner, betonte Lampe.
Die Welt, 03.02.2003
In Kants Kopf hatte Kant Ordnung gehalten, im Rest der Welt Lampe.
Der Tagesspiegel, 11.01.2001
Dazu halten Sie das Rad mit der zu prüfenden Lampe dicht auf eine helle Wand gerichtet.
Van der Plas, Rob: Das Fahrrad, Ravensburg: Maier 1989, S. 234
Im grünlichen Licht der runden Lampe über dem Tisch gleißen scharfe stechende Reflexe.
Fries, Fritz Rudolf: Der Weg nach Oobliadooh, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1966, S. 74
Auf einem ungehobelten Brett an der Wand steht die Lampe.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 378
Zitationshilfe
„Lampe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lampe#2>, abgerufen am 16.11.2018.

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