Latenz, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung La-tenz (computergeneriert)
Grundform latent
Wortbildung  mit ›Latenz‹ als Erstglied: ↗Latenzzeit
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Vorhandensein einer Sache, die (noch) nicht in Erscheinung getreten ist
2.
Physiologie die durch die Nervenleitung bedingte Zeit zwischen Reizeinwirkung u. Reaktion

Thesaurus

Synonymgruppe
Latenz · ↗Latenzzeit · ↗Reaktionszeit · ↗Verweilzeit · ↗Verzögerungszeit
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Latenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Latenz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Latenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier könnte man von einer aggressiven Latenz der Erkenntnis sprechen.
Süddeutsche Zeitung, 11.07.1995
Doch im Vergleich zu den zwei ersten Latenzen mit sieben und acht Takten fallen diese zusätzlichen maximal vier Takte kaum auf.
C't, 2000, Nr. 3
Aber sie betreffen in der Tat den Kern der Latenz, und zwar als letzte Frage, in sich selbst widerhallend.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 306
Das höchste Gut ist selber dieses noch nicht gebildete, in der Tendenz des Prozesses letzthin bedeutete, in der Latenz des Prozesses letzthin realmögliche Ziel.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 3, Berlin: Aufbau-Verl. 1956, S. 433
Die gesamte Theorie der Latenz muß mithin doppelgleisig ausgearbeitet werden.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 459
Zitationshilfe
„Latenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Latenz>, abgerufen am 31.05.2020.

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