Laterne, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Laterne · Nominativ Plural: Laternen
Aussprache 
Worttrennung La-ter-ne
Mehrwortausdrücke  rote Laterne
Herkunft aus gleichbedeutend laternaspätlat < lamptḗrgriech (λαμπτήρ) ‘Leuchter, Fackel, Laterne’
eWDG

Bedeutungen

1.
Gehäuse aus Glas und Metall, das eine offene Lichtquelle schützt
Beispiele:
eine Laterne anstecken, anzünden, auslöschen, ausblasen
im Schein, Licht einer Laterne
[ein Rangierer] in rußigen Kleidern mit einer Laterne in der Hand [ GaiserNascondo221]
Lampion
Beispiel:
Laterne, Laterne, / Sonne, Mond und Sterne [Kinderlied]
Straßenlaterne
Beispiel:
die Laternen brannten schon
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichso einen kannst du mit der Laterne suchen (= ein solcher Mensch ist sehr selten, ist schwer zu finden)
2.
Architektur durchbrochener türmchenartiger Aufsatz auf einer Kuppel, durch den das Licht in die Kuppel fällt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Laterne f. ‘wettergeschützte Lampe’, mhd. laterne, lanterne, mnl. lanterne, nl. lantaren ist aus spätlat. laterna bzw. lat. lanterna entlehnt, das aus griech. lamptḗr (λαμπτήρ) ‘Leuchter, Fackel, Laterne’ hervorgegangen ist (mit einer Lautentwicklung -mpt- zu -mt- zu -nt- und Umwandlung der Endung nach lat. lucerna ‘Lampe’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Lampion · Laterne · Papierlaterne
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Laterne‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Laterne‹.

Verwendungsbeispiele für ›Laterne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem in der Stadt mit den schwarzen Löchern zwischen den Laternen sind Sie mit Ihrem Wagen dann nicht mehr als ein kaum wahrnehmbarer Schatten. [Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 422]
Eine Laterne warf ihr blasses Licht auf die grauweißen Steine. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 53]
Aus einer Schule rennen Kinder mit selbstgebastelten Laternen nach Hause. [Die Zeit, 26.12.1997, Nr. 1]
Vergeblich wartete ich auf den Mond, dafür sprang die Laterne an. [Die Zeit, 01.08.2012, Nr. 29]
Sie steht unter der hohen Laterne, beobachtet die Ecke drüben. [Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 51]
Zitationshilfe
„Laterne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Laterne>.

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