Latinismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Latinismus · Nominativ Plural: Latinismen
Aussprache 
Worttrennung La-ti-nis-mus
Herkunft Latein
eWDG, 1969

Bedeutung

aus dem Lateinischen übernommene sprachliche Eigentümlichkeit, die in einer anderen Sprache fremd wirkt

Verwendungsbeispiele für ›Latinismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er liebt den intellektuellen Austausch, schöpft aus seiner klassischen Bildung, kokettiert mit der Bibellektüre und verwendet Latinismen.
Die Zeit, 07.11.2011, Nr. 45
Es gibt bisher weder eine «Geschichte der italienischen Sprache» noch eine Untersuchung über Dantes Sprache noch endlich eine Zusammenstellung seiner Latinismen.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 347
Es handelte sich zunächst darum, den ruthenischen Ritus von den zahlreichen Latinismen, die sich seit dem Konzil von Zamosc eingeschlichen hatten, zu reinigen.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 9704
Hier und anderwärts wäre die behutsam bessernde Hand der Betreuer berechtigt und berufen, Latinismen zu ersetzen, Unebenheiten zu glätten, den Gedankengang zu verdeutlichen.
Die Zeit, 21.02.1977, Nr. 08
Viele der gelehrten Anspielungen und Latinismen in de Pradas Erzählungen sind lediglich literarisches Maskenspiel.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2001
Zitationshilfe
„Latinismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Latinismus>, abgerufen am 30.05.2020.

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