Lattich, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lattich(e)s · Nominativ Plural: Lattiche
Aussprache 
Worttrennung Lat-tich (computergeneriert)
Herkunft Latein
eWDG, 1969

Bedeutung

Gattung krautiger Korbblütler mit meist gelben Blüten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lattich · Huflattich
Lattich m. krautiger, gelbblühender Korbblütler, Kopfsalat. Ahd. lat(t)uhha (9./10. Jh.), lat(t)uh, lactoch (10. Jh.), mhd. latech(e), mnd. lādeke, lādike, laddeke, mnl. lachteke, aengl. lactuc(e), leahtric verweisen teils auf Entlehnung aus lat. lactūca ‘Lattich, Kopfsalat’ (Ableitung von lat. lac (aus *lāc), Genitiv lactis ‘Milch’; Benennungsmotiv ist also der milchige Saft der Pflanze), teils auf Anschluß an die Variante spätlat. lattūca; vgl. entsprechendes ital. lattuga. Daneben stehen aus mlat. lapatica ‘Ampfer’ (wohl für *herba lapatica, vgl. gleichbed. lat. lapathum, griech. λάπαθον) entlehnte, eine Zwischenstufe *latica (mit Silbenausfall) voraussetzende Formen wie ahd. letihha (10. Jh.), let(t)ih (Hs. 12. Jh.), mhd. leteche, die dem 2. Glied der Pflanzenbezeichnung Huflattich (s. unten) zugrunde liegen, sich jedoch trotz anderer Herkunft lautlich mit dem aus lat. lactūca, spätlat. lattūca entstandenen vermischen. Für die Weiterentwicklung des Pflanzennamens Lattich im Hd. sind diejenigen ahd. Bezeugungen wesentlich, die ein (von der Lautverschiebung nicht betroffenes) -tt- aufweisen und den Vokal -a- bewahren. Zum Entlehnungsvorgang und Formenreichtum im Ahd. vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 291 ff. Gartenlattich ist eine alte Kulturpflanze und dient in erster Linie zur Salatbereitung, wird aber nur selten und nur landschaftlich Lattichsalat (hess.), Kopflattich (thür.) oder geköpfelter Lattich (schweiz.) genannt. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich vielmehr ↗Salat (s. d.) mit seinen Determinativkomposita Kopfsalat, Blattsalat, Schnittsalat als Bezeichnung durchgesetzt. Huflattich m. Name einer zeitig im Frühjahr gelbblühenden und wildwachsenden Korbblütlergattung, ahd. huofletih(ha), huoflatuh(ha) (Hs. 12. Jh.), mhd. huofleteche; verdeutlichende Zusammensetzung nach den einem Pferdehuf ähnlichen Blättern. Zum Grundwort s. oben.

Verwendungsbeispiele für ›Lattich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer den Lattich ausprobieren will, tut das auf eigene Gefahr!
Die Zeit, 20.06.1997, Nr. 26
In Süddeutschland, auch besonders im Elsaß (Lattich), ist dieser Römische Salat sehr beliebt.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 96
Ihre Hauptbestandteile sind Lattich, der gewaschen und geschabt wird, Mehl aus Sommerweizen, Schweinefett, Pfeffer, Wein.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 24
Ähnlich den Juden kennen sie Speiseverbote: Lattich, Bohnen und Kürbis sind ihnen verwehrt, ebenso Fisch, Gazelle und Hahn.
Eilers, W.: Jeziden. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 19146
Die Plantagen produzieren auch Zwiebeln, Spargel, Peperoni, Gurken, Kartoffeln und Süsskartoffeln sowie Lattich und Kabis.
Süddeutsche Zeitung, 26.10.2001
Zitationshilfe
„Lattich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lattich>, abgerufen am 30.05.2020.

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