Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Lauheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lauheit · Nominativ Plural: Lauheiten
Aussprache 
Worttrennung Lau-heit
eWDG

Bedeutung

laues, unentschlossenes Verhalten
Beispiele:
die Lauheit gegenüber den Aktionen des Gegners
eine Lauheit des Gefühls
Gleichgültigkeit und Lauheit müssen überwunden werden

Verwendungsbeispiele für ›Lauheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Später beschuldigte er sich, hinsichtlich seines geistlichen Lebens bis 1725 in Lauheit gelebt zu haben. [o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 1117]
Der vollkommene Gott aber hat immer damit gedroht, gerade diese Lauheit zu bestrafen. [Die Zeit, 16.10.1987, Nr. 43]
Daß er mit Erich nicht weiterkam, lag an seiner Lauheit. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 399]
Sein Gewissen erträgt es nicht, durch Lauheit länger mitschuldig zu sein. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 152]
Wenn sie Ende 1936 noch in diesen Ämtern sitzen wollen, werde an Stelle ihrer Lauheit ein heißliebendes Bekenntnis zu Österreich treten müssen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1935]]
Zitationshilfe
„Lauheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lauheit>.

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