Laute, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Laute · Nominativ Plural: Lauten
Aussprache
WorttrennungLau-te
Wortbildung mit ›Laute‹ als Erstglied: ↗Lautenband · ↗Lautenschläger · ↗Lautenspiel · ↗Lautenspieler
eWDG, 1969

Bedeutung

sechssaitiges Zupfinstrument mit ovalem, an einer Seite spitz zulaufendem, bauchigem Körper
Beispiele:
Laute spielen
veraltet Laute schlagen
Lieder zur Laute singen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Laute f. Zupfinstrument mit (fünf bis) sechs Saiten. Das Femininum mhd. mnd. lūte, mnl. lute, luyte, nl. luit ist Entlehnung (mit Genuswechsel) von gleichbed. afrz. leüt (13. Jh.), frz. luth m. Dieses geht wahrscheinlich (ebenso wie die Entsprechungen aprov. laüt, um 1300, und ital. liuto, Ende 13. Jh.) auf span. laúd, älter auch alaúd (beide seit 1. Hälfte 14. Jh. belegt), alod (Mitte 13. Jh.) zurück, das seinerseits auf arab. al-‛ūd ‘Laute’ (mit Artikel) beruht; arab. ‛ūd bedeutet eigentlich ‘Holz’, dann ‘Instrument aus Holz’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Laut · Laute · ↗Ruf · ↗Rufe
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blockflöte Cello Cembalo Flöte Gambe Geige Gitarre Grelle Guitarre Harfe Laute Mandoline Saite Schalmei Schrille Silbe Theorbe Viola Zither ausstoßen grunzend gurrend guttural kehlig klagend knurrend schnalzend unartikuliert unverständlich zweisaitig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Laute‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor einer Million Jahren etwa begannen erste Laute, sich zur Sprache zu entwickeln.
Die Welt, 23.02.2004
Sie japst, sie jault, sie röchelt, und die Armen kennen schon diese Laute.
Der Tagesspiegel, 10.11.2000
Man hatte folglich gelernt, mit geschlossenem Mund die erschütterndsten Laute hervorzubringen.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 34
Obwohl sie offenbar die Worte nicht verstand, wurde sie von den Lauten der Güte wie von körperlichem Kosen berührt.
Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 113
Das Kind muß also nun lernen, Laute, die ihm zufällig gelingen, auch mit Absicht auszuführen.
Schädel, E.: Das Sprechenlernen unserer Kinder, Leipzig: Brandstetter 1905, S. 86
Zitationshilfe
„Laute“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Laute>, abgerufen am 24.04.2019.

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