Lavendel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lavendels · Nominativ Plural: Lavendel
Aussprache
WorttrennungLa-ven-del (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Lavendel‹ als Erstglied: ↗Lavendelseife
eWDG, 1969

Bedeutung

Strauch mit duftenden blauen Lippenblüten, aus denen Öl für die Parfümindustrie gewonnen wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lavendel m. Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler und das aus seinen Blüten gewonnene ätherische Öl, ahd. lauendula (9. Jh.), später auch lauindola, -ila, lauendel(e), mhd. lavendele, lavendel, mnd. lavendel, lovendel, lofengel, mnl. lavender, lavendel, nl. lavendel ist Entlehnung aus (wohl in Italien gebildetem) mlat. lavindula, lavendula (zu lat. lavāre ‘waschen, baden’), also eigentlich ‘was zum Waschen dient’, so daß die Pflanze nach ihrer Verwendung als wohlriechender Zusatz zum Badewasser benannt ist. Die zahlreichen Formvarianten im Mhd., Mnd. und Frühnhd. sowie in jüngerer Mundart (u. a. Lafengel, Lavander, Laofendel) sind auf Mißverständnisse und Umdeutungen zurückzuführen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Echter Lavendel  fachspr., botanisch · Lavandula angustifolia  fachspr., botanisch · Lavendel  ugs. · Schmalblättriger Lavendel  fachspr., botanisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Basilikum Bergamotte Duft Eukalyptus Flieder Geranium Ginster Jasmin Kamille Koriander Majoran Melisse Mimose Minze Myrte Oleander Olivenbaum Pfefferminze Rosmarin Salbei Sandelholz Thymian Vanille Ysop Zedernholz Zimt Zitrone Zitronenmelisse Zypresse duften

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lavendel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gewiß, er gehörte nicht zu den Stillen im Lande, nach Lavendel hat er nie gerochen.
Süddeutsche Zeitung, 14.10.1995
Und wo es keine Bäume gibt, wachsen weit in die Berge hinein Wein und Lavendel.
Die Zeit, 29.06.1979, Nr. 27
Der Raum duftet nach Rosen und Lavendel, nach ätherischen Ölen.
Bild, 08.04.2004
Jacques Lavendel forderte sie auf, wieder an den Tisch zu kommen.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 308
Sie ließ das Wasser einlaufen, gab ein paar Tropfen Lavendel dazu und wusch mich.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 70
Zitationshilfe
„Lavendel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lavendel>, abgerufen am 17.10.2019.

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