Lebenslüge, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungLe-bens-lü-ge (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

Haltung dem Leben gegenüber, wobei man sich selbst etwas vormacht und die Wirklichkeit nicht sehen will
Beispiele:
die Lebenslüge eines Phantasten
jmds. Lebenslüge zerstören
als fürchtete er, von Mathilde ein Wort zu hören, das ihm seine Lebenslüge nehmen könnte [L. FrankMathilde5,256]

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
  • (die) Augen verschließen vor · (sich) Illusionen machen · (sich) selbst belügen · (sich) selbst etwas vormachen · (sich) selbst etwas zusammenphantasieren · (sich) selbst täuschen · der Wahrheit nicht ins Auge sehen können · der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen können · die Wahrheit nicht ertragen können · nicht wahrhaben wollen  ●  (sich etwas) in die (eigene) Tasche lügen  ugs.
  • (sich) Illusionen hingeben · (unter) Realitätsverlust (leiden) · Illusionen nachhängen · in anderen Sphären schweben · in einer Traumwelt leben · keine Bodenhaftung (haben) · ohne (jeden) Realitätsbezug · ohne Bodenhaftung · verzerrte Wirklichkeitswahrnehmung  ●  in seiner eigenen Welt (leben)  fig.
  • Bluff · ↗Finte · ↗Gaukelei · ↗Gaunerei · ↗Irreführung · ↗List · ↗Manipulation · ↗Trickserei · Vorspiegelung falscher Tatsachen  ●  ↗Verarsche  derb · ↗Verarscherei  derb · ↗Verarschung  derb · ↗Veräppelung  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschied Antifaschismus Aufdeckung Entlarvung Illusion Lebenslüge Lüge Nachkriegsgesellschaft Nachkriegszeit Obrigkeitsstaat Rot-Grün Selbsttäuschung Verdrängung Wiedervereinigung aufdecken auffliegen aufräumen bequem durchschauen entlarven entpuppen enttarnen gepflegt klammern kollektiv konfrontieren liebenswert spezifisch verabschieden verstricken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebenslüge‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn bislang hat sich dieses Versprechen eher als Lebenslüge erwiesen.
Der Tagesspiegel, 25.04.2001
Und wenn es eine Übertreibung war, war es darum eine "Lebenslüge"?
Die Zeit, 16.12.1998, Nr. 52
Wie kann man weiterleben, wenn man die Lebenslügen durchschaut hat?
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 31627
Mit der Energie, mit der sie ihre Lebenslüge aufrechterhielt, hätte sie längst lesen und schreiben lernen können.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 124
Das Schicksal bestraft euch, wenn auch spät, für eure frech-feige und bequeme Lebenslüge!
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 6191
Zitationshilfe
„Lebenslüge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lebenslüge>, abgerufen am 19.10.2019.

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