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Lebewohl, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lebewohl(e)s · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Lebwohl · Substantiv · Genitiv Singular: Lebwohl(e)s
Aussprache 
Worttrennung Le-be-wohl
Wortzerlegung leben wohl
eWDG

Bedeutung

Abschiedsgruß
Beispiele:
jmdm. Lebewohl sagen (= sich von jmdm. verabschieden)
wir riefen unseren Freunden ein herzliches Lebewohl zu
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

leben · Leben · Lebenslauf · Lebensmittel · lebendig · lebhaft · Lebemann · Lebewesen · Lebewohl · ableben · erleben · Erlebnis · überleben · verleben · verlebt
leben Vb. ‘lebendig, nicht tot sein, existieren, sich von etw. ernähren, wohnen’, ahd. lebēn ‘leben, wohnen, überleben’ (8. Jh.), mhd. leben, asächs. libbian, mnd. mnl. lēven, nl. leven, aengl. libban, engl. to live, anord. lifa ‘leben’, schwed. leva und got. liban sind verwandt mit bleiben (s. d.) und im Sinne von ‘beharren, dauern’ (wie auch Leib, s. d.) an die dort genannte Wurzel anzuschließen. – Leben n. ‘das Existieren, lebhaftes Treiben, Betrieb’, ahd. lebēn ‘Leben, Umgang’ (um 1000), mhd. leben, auch ‘Lebensweise, Stand, Orden’, substantivierter Infinitiv, der für das in alter Zeit gleichbed., unter Leib (s. d.) behandelte Substantiv eintritt. Lebenslauf m. (17. Jh.), Übersetzung von lat. curriculum vītae. Lebensmittel Plur. ‘Nahrungsmittel’ (17. Jh.). lebendig Adj. ‘lebend, lebhaft’, ahd. lebēntīg (9. Jh.), mhd. lebendec, lebendic. lebhaft Adj. ‘frisch, munter’, mhd. lebehaft ‘Leben habend, lebendig’. Lebemann m. ‘seinen Vergnügungen lebender Mann’, Ende 18. Jh. für Bonvivant (s. d.). Lebewesen n. ‘lebender Organismus’ (16. Jh.). Lebewohl n. Substantivierung des imperativischen Abschiedsgrußes lebe wohl! (17. Jh.). ableben Vb. ‘sterben, verscheiden’ (17. Jh.), zuvor ‘erleben, durchleben’ (16. Jh.), vgl. mnd. aflēven ‘erleben’ (14. Jh.). erleben Vb. ‘bis zu einer bestimmten Zeit leben, etw. erfahren, von etw. betroffen werden’ (15. Jh.). Erlebnis n. ‘miterlebtes Geschehnis, Ereignis von nachhaltiger Wirkung’ (1. Hälfte 19. Jh.). überleben Vb. ‘länger leben als, überstehen’, ahd. ubarlebēn (9. Jh.), mhd. überleben. verleben Vb. ‘(eine Zeit) verbringen, (Geld, Geldeswert) für den Lebensunterhalt aufbrauchen’, mhd. verleben ‘(eine Zeit) verbringen, überleben, ableben, verwelken’. verlebt Part.adj. ‘alt geworden, durch ungesunde Lebensführung verbraucht’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abschied · Auseinandergehen · Ausscheiden (aus einer Beschäftigung) · Lebewohl · Trennung · Weggang
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Lebewohl‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebewohl‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lebewohl‹, ›Lebwohl‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So räume ich dir denn auch hier das Feld und sage Euch Lebewohl. [Ebner-Eschenbach, Marie von: Agave. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5620]
Kein Kanzler hat je in der Kunst ein würdigeres Lebewohl erleben dürfen. [Die Zeit, 30.05.2007, Nr. 17]
Wir wußten beide, es war ein Lebewohl für alle Zeiten. [Die Zeit, 19.10.1984, Nr. 43]
Da braucht es schon seine Zeit, allen Lebewohl zu sagen. [Die Zeit, 19.06.1964, Nr. 25]
Sie fielen sich in die Arme, küßten sich, sagten sich Lebewohl. [Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 308]
Zitationshilfe
„Lebewohl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lebewohl>.

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