Lebzelten, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Leb-zel-ten
eWDG, 1969

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Lebkuchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lebkuchen · Lebzelten · Lebzelter
Lebkuchen m. landschaftliche Bezeichnung für ‘Honigkuchengebäck’, mhd. lebekuoche, mnd. lēvekōke. Das Bestimmungswort ist nicht sicher zu deuten. Möglich erscheint Entlehnung aus lat. lībum ‘Fladen’, wenn e (statt zu erwartendem mhd. ī, nhd. ei) als volkssprachliche Aussprache eines in den Klosterküchen gebrauchten mlat. libum aufzufassen ist; vgl. gleichbed. mhd. lebezelte neben mhd. libenzelte. Erwogen wird ferner, in Leb- eine ablautende Form zu dem unter ↗Laib ‘Brot’ (s. d.) behandelten Substantiv zu sehen; danach wäre Lebkuchen als ‘Brotkuchen’ zu deuten. Dafür auch Lebzelten, Lebzelter m. mhd. leb(e)zelte, s. ↗Zelten, ↗Zelte.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewürzkuchen · ↗Honigkuchen · ↗Lebkuchen · ↗Pfefferkuchen · ↗Printe  ●  Lebzelten  österr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Kirschbombe · Liegnitzer Bombe
  • Neisser Konfekt · Neisser Pfefferkuchen
  • Thorner Honigkuchen · Thorner Lebkuchen
Assoziationen

Verwendungsbeispiel für ›Lebzelten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Lebzelten, Liebesbriefe, Schmuck, Flaschen, Kästchen und Möbel mit vielfältigen Motiven zeigen Botschaften der Zuneigung, die heute erst wieder entschlüsselt werden müssen.
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2004
Zitationshilfe
„Lebzelten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lebzelten>, abgerufen am 05.06.2020.

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