Lebzelter

Worttrennung Leb-zel-ter
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

österreichisch, veraltend Lebküchler
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lebkuchen · Lebzelten · Lebzelter
Lebkuchen m. landschaftliche Bezeichnung für ‘Honigkuchengebäck’, mhd. lebekuoche, mnd. lēvekōke. Das Bestimmungswort ist nicht sicher zu deuten. Möglich erscheint Entlehnung aus lat. lībum ‘Fladen’, wenn e (statt zu erwartendem mhd. ī, nhd. ei) als volkssprachliche Aussprache eines in den Klosterküchen gebrauchten mlat. libum aufzufassen ist; vgl. gleichbed. mhd. lebezelte neben mhd. libenzelte. Erwogen wird ferner, in Leb- eine ablautende Form zu dem unter ↗Laib ‘Brot’ (s. d.) behandelten Substantiv zu sehen; danach wäre Lebkuchen als ‘Brotkuchen’ zu deuten. Dafür auch Lebzelten, Lebzelter m. mhd. leb(e)zelte, s. ↗Zelten, ↗Zelte.

Typische Verbindungen zu ›Lebzelter‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebzelter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lebzelter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch um den Schutz des "Nürnberger Lebkuchens" vor Plagiaten kümmerten sich die ortsansässigen Lebzelter selbst.
Süddeutsche Zeitung, 14.11.1997
Einen größeren Laden unterhalten die Nachfolger des „Lebzelters und Wachsziehers Franz Weber“.
Die Zeit, 05.11.1982, Nr. 45
Schon 1370 wurde, wie Oberbürgermeister Christian Ude bestätigte, erstmals ein Lebzelter in der Stadtchronik erwähnt.
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2003
Er war Sohn eines Lebzelters in Melk, wurde als Sängerknabe in das Stift Melk aufgenommen und erhielt seine Ausbildung bei dem MD.
Klein, Rudolf: Hauer. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 8444
Zitationshilfe
„Lebzelter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lebzelter>, abgerufen am 04.06.2020.

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