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Leckermaul, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Le-cker-maul
Wortzerlegung lecker Maul

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] ...
    1. 1. Feinschmecker
    2. 2. naschhaftes, besonders Süßigkeiten liebendes Kind
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
Feinschmecker
Beispiel:
das Menü war etwas für Leckermäuler
2.
naschhaftes, besonders Süßigkeiten liebendes Kind
Beispiel:
sie ist ein kleines Leckermaul
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lecken2 · lecker · Leckerbissen · Leckermaul
lecken2 Vb. ‘mit der Zunge über etw. streichen’. Neben den westgerm., expressive Gemination aufweisenden Formen ahd. lecken (8. Jh.), leckōn (um 800), mhd. lecken, asächs. likkon, mnd. mnl. licken, lecken, nl. likken, aengl. liccian, engl. to lick steht (ablautend) got. bilaigōn. Außergerm. vergleichen sich griech. lé͞ichein (λείχειν), lat. (mit Nasalpräsens) lingere, lit. liẽžti, aslaw. lizati, russ. lizát’ (лизать) ‘lecken’. Zugrunde liegt eine Wurzel ie. *leig̑h- ‘lecken’, zu der mit anlautendem s- auch schlecken (s. d.) gehört. – lecker Adj. ‘wohlschmeckend, appetitlich’ (eigentlich ‘was gut zu lecken ist’), mhd. lecker, im älteren Nhd. auch ‘Wohlschmeckendes liebend, wählerisch’; dazu Leckerbissen m. ‘wohlschmeckender Bissen’ (16. Jh.), Leckermaul n. ‘Feinschmecker’ (17. Jh.); vgl. Leckmeuligen (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schleckermaul · jemand, der gerne Süßigkeiten isst  ●  Leckermaul  ugs., Hauptform · Leckermäulchen  ugs. · Naschkatze  ugs. · Schmecklecker  ugs., ruhrdt., regional · Zuckermaul  ugs. · Zuckermäulchen  ugs. · süßer Zahn  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Leckermaul‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Leckermaul‹.

Verwendungsbeispiele für ›Leckermaul‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und sie sind Leckermäuler, darum backen sie wohl auch so gern. [Der Tagesspiegel, 15.12.2000]
Dabei kann er auf dem Tisch der Leckermäuler eine spektakuläre Hauptrolle spielen. [Die Zeit, 03.09.2003, Nr. 36]
Zwischen den lachenden Zähnen im Leckermaul steigen die Damen der Königin der Nacht hervor. [Der Tagesspiegel, 21.06.1999]
Sie war, wie sie selber sagt, "schon immer ein Leckermaul" und mag auf Schokolade nicht verzichten. [Die Zeit, 06.11.1995, Nr. 45]
Weintrinker und Leckermäuler wandeln auf gleichen Spuren und sitzen an denselben Tischen. [Die Zeit, 29.02.1980, Nr. 10]
Zitationshilfe
„Leckermaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leckermaul>.

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