Leerformel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungLeer-for-mel
WortzerlegungleerFormel
Wortbildung mit ›Leerformel‹ als Erstglied: ↗leerformelhaft
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
(meist) abwertend nichts sagende, inhaltslose, formelhafte Äußerung, Redewendung o. Ä.
b)
fachsprachlich Aussage, deren Inhalt nicht empirisch überprüft werden kann oder deren Sinn nicht eindeutig zu verstehen ist

Typische Verbindungen
computergeneriert

Begriff Gerechtigkeit Leitidee bloß erweisen füllen ideologisch verkommen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Leerformel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem jedoch ist das Wort "Entwicklung" selbst heute zur Leerformel verkommen.
Die Zeit, 21.03.1997, Nr. 13
Und wie bisher werden sie auch diesmal außer einiger Leerformeln keine Lösung finden.
Süddeutsche Zeitung, 14.06.1995
Man müsse "das Programm machen, das die Zuschauer wollen", lautet eine der gängigen Leerformeln dieser Strategie.
Die Welt, 16.02.2004
Diesen Formulierungen werfen zahlreiche Gegner vor, es handle sich um Leerformeln, um einen untauglichen Schutz des Strafrechts durch Strafrecht.
o. A. [pra]: Befürwortung von Straftaten. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Das typische Beispiel für eine solche Leerformel, deren didaktische Bedeutung als Lehrformel hier nicht zur Diskussion steht, ist die sogenannte Verkehrsgleichung.
Giersch, Herbert: Allgemeine Wirtschaftspolitik, Wiesbaden: Gabler 1960, S. 23
Zitationshilfe
„Leerformel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leerformel>, abgerufen am 16.02.2019.

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