Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Legat, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Legat(e)s · Nominativ Plural: Legate
Aussprache 
Worttrennung Le-gat
Herkunft aus gleichbedeutend lēgātumlat < lēgārelat ‘testamentarisch verfügen, vermachen’, eigentlich ‘eine gesetzliche Verfügung treffen’
eWDG

Bedeutung

Jura letztwillige Zuwendung, Vermächtnis
Beispiele:
jmdm. in seinem Testament ein Legat aussetzen
die Erben wurden mit Legaten bedacht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Legat2 n. ‘Vermächtnis, letztwillige Zuwendung’, Entlehnung des 16. Jhs. aus gleichbed. lat. lēgātum (zu lat. lēgāre ‘testamentarisch verfügen, vermachen’, eigentlich ‘eine gesetzliche Verfügung treffen’, s. delegieren und Legat1 m.); nur rechtssprachlich gebräuchlich.

Typische Verbindungen zu ›Legat‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Legat‹.

Verwendungsbeispiele für ›Legat‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daß dies gelang, war zu einem guten Teil den päpstlichen Legaten zu verdanken. [o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 8036]
Er behandelt sein Wirken als ständiger Legat Urbans II. in Frankreich. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 295]
Was auf diesen Bildern erscheint, ist die stilisierte körperliche Oberfläche als dessen säkulares Legat. [Die Zeit, 24.12.2001, Nr. 52]
Die Kontrolle über ihre Tätigkeit lag bei den päpstlichen Legaten. [o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 20529]
Durch Vermittelung seiner Mutter wurde ihm ein Legat von 4000 Mark überwiesen. [Friedländer, Hugo: Der Klub der Harmlosen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 27471]
Zitationshilfe
„Legat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Legat#1>.

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Legat, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Legaten · Nominativ Plural: Legaten
Aussprache 
Worttrennung Le-gat
Herkunft aus lēgātusspätlat ‘Abgesandter im Dienste der Kirche, des Papstes’, lēgātuslat ‘Gesandter, Stellvertreter (eines Feldherrn, eines Statthalters)’ < lēgārelat ‘abordnen’, eigentlich ‘eine gesetzliche Verfügung treffen’
eWDG

Bedeutung

Religion päpstlicher Gesandter
Beispiel:
der Legat überbrachte ein Schreiben des Papstes
historisch römischer Gesandter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Legat1 · Legation · Legationsrat
Legat1 m. ‘päpstlicher Gesandter’, im 14. Jh. aus lat. lēgātus ‘Gesandter, Stellvertreter (eines Feldherrn, eines Statthalters)’, spätlat. ‘Abgesandter im Dienste der Kirche, des Papstes’ entlehnt; zu lat. lēgāre (lēgātum), eigentlich ‘eine gesetzliche Verfügung treffen’ (s. delegieren und Legat2 n.). Legation f. ‘(päpstliche) Gesandtschaft’, Entlehnung des 16. Jhs. aus gleichbed. lat. lēgātio (Genitiv lēgātiōnis), durch Gesandtschaft und Delegation (s. d.) in seiner Gebrauchshäufigkeit eingeengt. Legationsrat m. ‘diplomatischer Vertreter unterhalb des Gesandten’ (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Legat‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Legat‹.

Verwendungsbeispiele für ›Legat‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daß dies gelang, war zu einem guten Teil den päpstlichen Legaten zu verdanken. [o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 8036]
Er behandelt sein Wirken als ständiger Legat Urbans II. in Frankreich. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 295]
Was auf diesen Bildern erscheint, ist die stilisierte körperliche Oberfläche als dessen säkulares Legat. [Die Zeit, 24.12.2001, Nr. 52]
Die Kontrolle über ihre Tätigkeit lag bei den päpstlichen Legaten. [o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 20529]
Durch Vermittelung seiner Mutter wurde ihm ein Legat von 4000 Mark überwiesen. [Friedländer, Hugo: Der Klub der Harmlosen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 27471]
Zitationshilfe
„Legat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Legat#2>.

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