Lehnsmann, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lehnsmann(e)s · Nominativ Plural: Lehnsmänner/Lehnsmannen
Nebenform Lehensmann · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lehensmann(e)s · Nominativ Plural: Lehensmänner/Lehensmannen
Worttrennung Lehns-mann · Le-hens-mann
Wortzerlegung LehenMann
eWDG, 1969 und DWDS, 2016

Bedeutung

historisch Empfänger eines Lehens, das ihm vom Lehensherrn verliehen wurde
entsprechend der Bedeutung von LehnsleuteQuelle: DWDS, 2016
Beispiel:
alle waren von Wordelmann, wie die Lehnsmannen von ihrem Fürsten [vereidigt worden] [G. HermannWordelmann328]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lehen · Leh(e)nsherr · Leh(e)nsmann
Lehen n. ‘vom Feudalherrn gegen die Verpflichtung zu Treue und Kriegsdienst verliehenes (erbliches) Nutzungsrecht an Land, das verliehene Land’, ahd. lēhan (um 800), mhd. lēhen, lēn, asächs. lēhan, mnd. lēn, mnl. nl. leen, anord. lān ‘Lehen’ (daraus engl. loan ‘das Leihen, Anleihe, Darlehen’), schwed. lån (germ. *laihwna-) und aengl. læn (germ. *laihwni-) stehen ablautend zu dem unter ↗leihen (s. d.) behandelten Verb; s. auch ↗lehnen2. Leh(e)nsherr m. ‘wer jmdm. Land zu Lehen gibt’, ahd. lēhanhērro (Hs. 13. Jh.), mhd. lēhenherre. Leh(e)nsmann m. ‘wer Land als Lehen annimmt, Vasall’, mhd. lēhenman (Plur. lēhenliute).

Thesaurus

Synonymgruppe
Angehöriger des Ritterordens · ↗Edelmann · Lehensmann · ↗Ritter  ●  ↗Samurai  japanisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Lehnsmann‹, ›Lehensmann‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie sollte ein politischer Enkel, ein regionaler Lehensmann ihm vertrauen?
Die Welt, 02.12.1999
Doch da kommt Held Udo, ein armer Lehensmann, der bereits totgesagt wurde, aus der Schlacht zurück.
Der Tagesspiegel, 18.07.1998
Klöster, Lehensmänner und Ritter erhielten größere oder kleinere Landstücke und hatten für die Ansiedlung von Bauern zu sorgen.
Pfannenschmidt, Helmut: Pössneck-Neustadt(orla) Ranis Triptis, Berlin-Leipzig: VEB Tourist Verlag 1977, S. 1
Da der Herzog Anschluß an die Kultur des Abendlandes erstrebte, wurde er Lehnsmann des Kaisers.
Szeruda, J.: Polen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 26601
Das Lehen gehörte ohne nennenswerte Einschränkung immer mehr zum väterlichen Erbe; die Subordination und der Dienst als Lehnsmann traten, wenn sie auch erhalten blieben, zurück.
Ganshof, François Louis: Das Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7400
Zitationshilfe
„Lehnsmann“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lehnsmann>, abgerufen am 26.05.2020.

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