Lehnsverhältnis, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lehnsverhältnisses · Nominativ Plural: Lehnsverhältnisse
Nebenform Lehensverhältnis · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lehensverhältnisses · Nominativ Plural: Lehensverhältnisse
Worttrennung Lehns-ver-hält-nis ● Le-hens-ver-hält-nis
Wortzerlegung LehenVerhältnis
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

historisch Rechtsverhältnis zwischen Lehnsherr und Lehnsmann; Feudalität

Verwendungsbeispiele für ›Lehnsverhältnis‹, ›Lehensverhältnis‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Art Lehnsverhältnis schien sich anzubahnen zwischen Bulgarien und dem Heiligen Stuhl.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 8940
Früher aber gab es ein festes Lehnsverhältnis zwischen ihnen und dem Lehnsherrn, das unter Darlegung der beiderseitigen Rechte und Pflichten anschaulich geschildert wird.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1931, S. 456
Hemmend wirkten die Lehnsverhältnisse der kleinen Fürsten, die Eifersucht zwischen Weimar und Gotha, die Schwäche der kursächsischen Politik.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 928
Die Akte, die das Lehnsverhältnis begründeten, die Mannschaft, der Treueid und die Einsetzung in das Lehen, die Investitur, blieben unverändert.
Ganshof, François Louis: Das Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7399
Jeder Kuwaiter hat das Recht, drei Personen in einem Lehnsverhältnis ins Land zu holen und für sich arbeiten zu lassen.
Die Zeit, 14.07.2007, Nr. 29
Zitationshilfe
„Lehnsverhältnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lehnsverh%C3%A4ltnis>, abgerufen am 04.06.2020.

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