Leichengift, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Lei-chen-gift (computergeneriert)
Wortzerlegung LeicheGift1
eWDG, 1969

Bedeutung

Gift, das bei Verwesung einer Leiche entsteht

Verwendungsbeispiele für ›Leichengift‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch das »Leichengift«, das sich angeblich in den toten Körpern bildet, ist keines.
Die Zeit, 30.04.2007, Nr. 18
Alle Kräfte mussten außerdem zum Schutz gegen Leichengift mit Gummihandschuhen ausgerüstet werden.
Bild, 24.07.2003
Wegen der großen Trockenheit ist das Grundwasser bislang noch nicht durch Leichengift verseucht.
Süddeutsche Zeitung, 03.01.2004
Das Leichengift des Nationalsozialismus liegt seitdem wie Mehltau auf allem großen Gemeinschaftswerk.
Die Welt, 14.12.2002
Er nährt sich aus Widerwillen gegen das Leichengift der Normalität in einem Land der harten Köpfe und der Panzerseelen.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 2
Zitationshilfe
„Leichengift“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leichengift>, abgerufen am 04.06.2020.

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