Leichenrede, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache  [ˈlaɪ̯çn̩ˌʀeːdə]
Worttrennung Lei-chen-re-de
Wortzerlegung LeicheRede
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
gehoben Ansprache zu Ehren des Verstorbenen bei der Beerdigung
2.
(besonders bei Skatspielern übliche) Kommentierung des abgeschlossenen Kartenspiels im Hinblick auf gemachte Fehler

Typische Verbindungen zu ›Leichenrede‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Leichenrede‹.

Verwendungsbeispiele für ›Leichenrede‹

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Wer ohnehin schon draußen ist, wird für die „Leichenreden“ freilich in diesem Sinne keinen Gebrauch haben.
Die Zeit, 10.10.1969, Nr. 41
Doch für eine kleine Leichenrede, für einen launigen Nachruf aus dem Stand, ist er sich nicht zu schade.
Süddeutsche Zeitung, 14.01.1997
Als G. in Rom starb, hielt ihm der Papst selbst die Leichenrede.
Stupperich, R.: Gropper. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16928
Leichenreden sind nur am Grabe eines Verstorbenen erlaubt, nicht aber nach jedem Spiel.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 24444
Heut ist Max Liebermann gestorben und erhält als Leichenrede einen Fußtritt.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1935. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1935], S. 8
Zitationshilfe
„Leichenrede“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leichenrede>, abgerufen am 31.05.2020.

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