Leichenschänder, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Leichenschänders · Nominativ Plural: Leichenschänder
Aussprache 
Worttrennung Lei-chen-schän-der
Wortzerlegung LeicheSchänder
eWDG, 1969

Bedeutung

jmd., der eine Leiche schändet

Verwendungsbeispiele für ›Leichenschänder‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dem Leichenschänder drohen drei Jahre Haft wegen Störung der Totenruhe.
Bild, 25.02.2000
Über dicken Frauen, die ihm nie mehr gehören könnten, wurde er an Glückstagen zum Leichenschänder, an Knopftagen zum bloßen Dichter.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 271
Der mit Patienten und Besuchern tugendhafte tyrannische Portier wird, privat, zum Leichenschänder.
Die Zeit, 16.05.1980, Nr. 21
Aus dem Prediger ist ein gebrochener Hiob, aus dem Sheriff ein Mörder, aus dem Totengräber und Sargmacher ein Leichenschänder herausgetreten.
Süddeutsche Zeitung, 22.09.2001
Wer die Stimmung der Konzentrationslager, der Gaskammern und Totenhaufen in edle Steine schlägt, ist ein Leichenschänder und begeht Blasphemie.
Die Welt, 06.03.1999
Zitationshilfe
„Leichenschänder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leichensch%C3%A4nder>, abgerufen am 26.05.2020.

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