Leine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Leine · Nominativ Plural: Leinen
Aussprache
WorttrennungLei-ne (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Leine‹ als Erstglied: ↗Leinenzwang  ·  mit ›Leine‹ als Letztglied: ↗Angelleine · ↗Bootsleine · ↗Fangleine · ↗Hundeleine · ↗Lotleine · ↗Notleine · ↗Pferdeleine · ↗Reißleine · ↗Rettungsleine · ↗Schnürleine · ↗Schwenkleine · ↗Segelleine · ↗Signalleine · ↗Steuerleine · ↗Suchleine · ↗Trockenleine · ↗Webeleine · ↗Wurfleine · ↗Wäscheleine · ↗Zugleine
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
langes, aus festem Material gedrehtes Gebilde
a)
dünnes Seil, an das die Wäsche zum Trocknen gehängt wird, Wäscheleine
Beispiele:
eine Leine spannen, ziehen, abnehmen
die Wäsche von der Leine nehmen, auf die Leine hängen
die Wäsche hing auf der Leine
b)
Seemannssprache Tau von kleinem bis mittlerem Durchmesser, das besonders zum Festmachen von Booten und kleineren Schiffen benutzt wird
Beispiele:
die Leine aufschießen, einholen
»Leinen los!« hieß es gestern auch in über 30 Bootshäusern der Hauptstadt [Tageszeitung1964]
c)
Lederriemen, an dem der Hund geführt wird, Hundeleine
Beispiele:
einen Hund an die Leine nehmen, an der Leine führen, halten
er löste seinen Dackel von der Leine
2.
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
jmdn. an der (kurzen) Leine halten, haben, an die Leine legen (= jmdn. in der Gewalt haben, in die Gewalt bekommen)
salopp Leine ziehen (= sich zurückziehen, sich davonmachen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Leine f. ‘dünnes Seil, Strick’, in der Seemannssprache ‘dünnes bis mittelstarkes Tau’, ahd. līna (Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. aengl. līne, engl. line, mnl. līne, nl. lijn, anord. (poetisch) līna ‘leinene Binde, Kopftuch’, schwed. lina ‘Seil, Leine’ ist von dem unter ↗Lein (s. d.) behandelten Pflanzennamen abgeleitet und bezeichnet ursprünglich ein ‘aus Flachs gedrehtes Seil’ (besonders zum Ziehen von kleineren Schiffen); vgl. die entsprechenden Ableitungen griech. liná͞ia, linéa (λιναία, λινέα) ‘Seil, Strick’ von línon (λίνον) ‘Lein, Flachs’ und lat. līnea ‘Schnur, Leine’ (s. ↗Linie) von līnum ‘Lein, Flachs’.

Thesaurus

Schifffahrt
Synonymgruppe
Leine · ↗Schnur  ●  ↗Strippe  ugs., regional
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Festmacher (marit.) · Festmacherleine · Leine · Spring (marit.) · ↗Trosse
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baumwolle Dackel Goldfisch Halsband Hanf Herrchen Hund Jute Kampfhund Leder Loden Maulkorb Naturfaser Pitbull Pudel Schäferhund Seide Terrier Trocknen Viskose Wolle Wäsche Wäschestück kurz losmachen losreißen loswerfen spannen verheddern zerren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Leine‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er lässt seinen Spielern außerhalb des Platzes häufig die lange Leine.
Bild, 26.11.2001
Künftig darf die Leine nur noch höchstens zwei Meter lang sein.
Der Tagesspiegel, 12.07.2000
An der straff über die Straße gespannten Leine wurde ein geeignetes Kabel nachgezogen.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 36
Da stand Balla vor ihm, den Hund an der Leine.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 190
Die linke Leine bleibt gerade wie bei der Führung mit einer Hand.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 28977
Zitationshilfe
„Leine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leine>, abgerufen am 18.08.2019.

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